Pläne sind zum Ändern da

Nach meinem Besuch auf Island sollte es eigentlich ab Ende Juli durch Polen ins Baltikum gehen. Durch ein unverhofftes Wiedersehen mit einer früherin Kundin (Vier Jahreszeiten) auf der Miriya Wave Party hat sich die Planung geändert. Jetzt geht es vom 28. Juli bis 6. August zwar nach Polen (Warschau) aber von dort über Budapest (6. bis 18. August) nach Medias  in Rumänien (Siebenbürgen). Hier soll ein ehemaliges Kolpinghaus in ein Kinderheim umgebaut werden. Getragen wird dieses Unternehmen durch die Stiftung St. Franziskus von Deva (www.magnificat.ro), deren Leiter ein Franziskaner Priester, Csaba Böjte, ist. Es ist für arme Kinder der dort lebenden ungarischen Minderheit gedacht. Ziel ist es, diese Kinder möglichst unter normalen Bedingungen aufwachsen zu lassen. Dazu zählt auch,  dass sie in ihrer Muttersprache lernen können. Ich möchte einen Teil dazu beitragen,  indem ich vor Ort dieses Projekt tatkräftig unterstütze.

 

Frisch eingetroffen: Ultralight Zelt und NeoAir Luftmatratze

Es ist endlich eingetroffen: Mein neues Leichtgewichtszelt; Sea To Summit  – ‚The Specialist Solo‘. Hier die Eckdaten:
Gesamtgewicht: 620 g (ohne Packsack, der wiegt 14 g)
Flysheet: 440 g
Poles: 102 g
Heringe: 66 g (6 x 11 g)
Größe: 1-Personen Zelt
Bodenbreite: 65 | 120 | 28 cm
Bodenlänge: 213 cm
Innenhöhe: 95 cm
Packmaß: 27 x 13 cm

Beschreibung: Das Specialist Solo ist mit 440 g für Zelt ohne Poles und Heringe bisher das Ende der Fahnenstange ultraleichter Zelte der großen Outdoor-Hersteller. Einwandige Konstruktion mit atmungsaktiven Seitenflächen.

Das Specialist Solo hat eine einwandige Konstruktion mit atmungsaktiven Seitenflächen. Das ultraleichte Zelt ist so rundum absolut wasserdicht, auch dank werksseitiger Nahtbandversiegelung. Die innere Mesh-Tür hält Mücken und Sandfliegen fern, sorgt aber auch mit dem Lüfter für beste Belüftung. Zusätzlich verringert die Atmungsaktivität des Materials auftretende Kondensation effektiv. Damit ist es vielen Biwakzelten überlegen!

Beim Specialist Solo wurde der Ultraleicht-Gedanke bis in die Details zu Ende gedacht. Soviel Platz wie nötig, inkl. Sitzhöhe, das dünnste und wasserfesteste Pertex Endurance Nylon-Material für das Außenzelt, sehr dünne reflektierende Abspannleinen, sehr schmale leichte Gurtbänder, Mini-Linelocks, 6 mm Alu Poles usw.

Alle Nähte sind alle voll getapt! Interessant: die auf dem Packsack gedruckte Bedienungsanleitung.

Einwandig in der Konstruktion und mückendicht. Wir empfehlen für weitere Gewichtseinsparungen leichtere Heringe aus unserem Programm, den Aufbau mit Trekkingpoles und für den Schutz des Bodens ein Groundsheet.

Material:
Aussen: 20d Nylon, Pertex Endurance | 1000 mm WS | atmungsaktiv mit 7000 MVTR
Boden, Seitenpanele: 15d Nylon, wasserfest | 1200 mm WS
Gestänge: 7075 Aluminium
Farben: Yellow und Gray (eher dunkelgelb, kein Neon)

Zusammen mit der ebenfalls frisch eingetroffenen Therm-A-Rest NeoAir-All- Seasons Luftmatratze  ( Link ) hatte ich dank Ilkas Gastfreundschaft Gelegenheit beides am 30./31.5.15 in ihrem Garten zu testen. Danke vielmals, liebe Ilka!

Zum Zeitpunkt des Aufbaus bereiteten die Nachbarn eine Geburtstagsparty in ihrem Garten vor. Da Ilka, ihre Freundin Katja und ich noch in den Cashbah-Club wollten – zu einem Blues-/Soul-Concert – hatte ich die Hoffnung, dass dieParty bei unserer Rückkehr zu Ende ist oder sich zumindest in Auflösung befindet. Weit gefehlt, der ‚Bär steppte‘ immer noch bei unserer Rückkehr. Okay dachte ich, es ist wie es und zog mich ins Zelt zurück.

Das Allein war schon ziemlich aufwendig. Denn das Zelt scheint genau auf die Abmessungen meiner Therm-A-Rest Neo Air Luftmatratze maßgeschneidert worden zu sein. Jedenfalls kam ich mir vor, wie die berühmte Ölsardine, die versucht noch einen Platz in der Dose zu ergattern. Auf der Luftmatratze der Biwaksack und in diesem mein Schlafsack. Nicht so einfach Zelt, Luftmatratze, Schlaf- und Biwaksack unter Kontrolle zu halten. Für alle, die sich nach einem Sixpack sehnen ein ideales Bauchmuskeltraining!
Endlich drin versuchte ich die Umgebungsgeräusche auszublenden. Irgendwann gelang mir dies sogar. Aber dann: Plötzlich und unerwartet stellte ich mit klarem Bewußtsein fest, dass meine Füße naß und kalt waren. Was war geschehen? Kondenswasser hatte sich im Biwaksack gebildet und den Schlafsack durchdrungen. Blöde Sache. Aber auch hier gelang mir streckenweise die radikale Ignoranz.

Bis…., bis ich um Schlag 4:45 Uhr eigentlich hätte senkrecht im Zelt sitzen müssen, wenn ich ein Sixpack gehabt hätte. Eine einzige Amsel meinte am heiligen Sonntag mit aller Kraft den Morgen begrüßen zu müssen. Offensichtlich erfolgreich, denn kurz vor 5 Uhr hatte der losbrechende vereinte Vogellärm gefühlte 120db erreicht. Grummelt fädelte ich mich aus dem Zelt und packte meine sieben Sachen zusammen. Flotten Schritts eilte ich zum Auto und steuerte meiner Wohnung zu, wo ich dann auf meinem vergleichsweise hyperkomfortablem Luftbett noch ein paar Stündchen schlief.

Fazit: Als Notunterkunft ist das Zelt sicher gut geeignet.Die Zeltwand ist in dieser Nacht trocken geblieben. Warm genug war es auch und die Luftmatratze ist wirklich bequem und isoliert hervorragend. Nichtsdestotrotz: Bevorzugen werde ich aber stets ein festes Gebäude mit gut schließenden Fenstern!