Der Südteil Heimaeys

Heute Morgen nahm mich meine Gastgeberin mit auf eine kleine private Sightseeingtour in den Südteil Heimaeys. Glücklicherweise konnte ich anschließend ein belgisches Ehepaar dazu überreden mich morgen ein Stück in Richtung Reykjavik mitzunehmen. Auf diese Weise konnte ich noch einen Tag länger auf Heimaey bleiben und anschließend den Südteil zu Fuß erkunden.  Selten habe ich eine so fantastische Landschaft und Küstenlinie gesehen.  Sogar die Puffins habe ich gesehen, allerdings aus ziemlich großer Entfernung. Anders als am Kap Latrabjarg waren die Vögel hier weitaus scheuer und ließen einen nicht so nah ran.

Morgen ist nun endgültig mein letzter Tag angebrochen. Von Heimaey geht’s mit der Fähre wieder auf’s „Festland“. Dann über die Route 1 gen Westen nach Reykjavik. Dort die letzte Nacht im Hlemmur Square Hostel und am Dienstag bringt mich dann Flieger wieder nach Düsseldorf. Ankunft 20.00h.

Fazit dieser Reise: Island kann ich jedem wärmstens empfehlen. Ich kann mir im Moment kein anderes Land vorstellen, welches eine derartig unterschiedliche Landschaft aufweist. Von fast lieblichen Auen auf Snaefellness, über schroffe und vor allem hohe Gebirgszüge mit atemraubenden Aussichten bis hin zu einer grandiosen Küstenlienie und last but least warmen Flüssen, in denen man herrlich baden kann. Herz, was willst du mehr.

Tipp: Es ist keine Mähr, die in den Reiseführern erzählt wird: Warme, wollenende, wasser- und winddichte Kleidung nebst sehr festem Schuhwerk sind ein absolutes Muss. Die Tagestemperaturen lagen so um 13 bis 15°C, nachts jedoch oft nur bei 5-8, stellenweise auch nur bei 2°C.

Island ist teuer. Entweder man bringt einen gut gefüllten Geldbeutel mit oder ist mit Jugenherbergen mit unterschiedlich großen Schlafräumen zufrieden. Kostenpunkt pro Nacht zwischen zwischen 4000 und 5000 ISK = 28 bis 35 €. Wem zelten nichts ausmacht (siehe Tempraturangaben oben), der mit ca. 1200 bis 1500 ISK = 8 bis 10€ dabei. Normale Hotelübernachtungen liegen im Bereich 100 bis 140 € fürs DZ, ohne Frühstück!
Restaurants sind nichts für den kleinen Geldbeutel. Selbstversorgung ist zwar auch nicht billiger aber eben billiger als sich bedienen zu lassen. So ist es eigentlich fast überall auf der Welt, Ausnahme wahrscheinlich Asien?! Und dumpstern dürfte sicher nicht jedermannns Art der Lebensmittelbeschaffung sein.
Mit anderen Worten: Übernachtungen und Transport waren die teuersten Ausgaben, gefolgt von Lebensmitteln.

Ein Budget von 50$ pro Tag läßt sich nur schwer einhalten. Bei grobem Überschlag kann ich aber sagen, dass meins bei 54$ liegt. Die Tasache, dass ich anschließend in die östlichen Staaten Europas reise, wird diese Mehrausgaben sich wieder ausgleichen.