Allgäu und München

Bei meinem letzten Aufenthalt in Lissabon lernte ich Gerhard kennen, mit dem ich damals einige Touren in Lissabon als auch in die weitere Umgebung machte. Jetzt, im August 2019, besuchte ich ihn in seiner Heimat, im Allgäu, wo er mir einige Schönheiten seiner Heimat zeigte.

Am 5.8.19 machte ich mich also mit dem ICE von Siegburg nach Kempten auf. Es war eine ruhige und angenehme Reise. In Ulm stieg ich in den Regional-Express um, und in Kempten erwartete mich Gerhard bereits am Bahnhof.

Gerhard begutachtete zunächst meine mitgebrachte Ausrüstung. Da es mein Wunsch war ein Paar neue Wanderschuhe zu kaufen, empfahl er mir den „Halux“ von der Firma ‚Hanwag‘. Ein Goretex Halbschuh mit Vibran-Sohle und versteifter, hochgezogener  Fußspitze, ideal, wenn man Arthrose im Großzehengelenk hat. Bekommen habe ich diesen Schuh dann beim lokalen Outdoor-Ausrüster.

Frisch beschuht ging’s dann mit Gerhard’s umgebauten VW nach Maierhöfen. Oberhalb des Ortes ließen wir das Auto stehen und machten eine erste Tour in die Umgebung – zur Iberger Kugel, einer Schutzhütte, wo wir die erste Nacht verbringen wollten.

Maierhöfen 190805

Bei herrlichem Wetter kamen wir auf der Iberger Kugel an. Allerdings sollte die Freude nicht allzu lange währen, denn Gewitterwolken formten sich und bescherten uns eine recht windige und nasse Nacht – wohlgemerkt außerhalb der Schutzhütte, denn diese fanden wir bei unserer Ankunft verschlossen vor. Gerhard spannte ein Tarp über die Veranda und ein großer aufgespannter Regenschirm hielt unsere Schlafsäcke weitestgehend trocken. Allerdings, es war eine Nacht mit wiederholten Schlafunterbrechungen.

Am nächsten Tag (6.8.) liefen wir wieder hinab ins Tal zum Auto und suchten anschließend einen Supermarkt auf, um uns auf der Kundentoilette frisch zu machen. Danach fuhren wir nach Isny, einer Kleinstadt, die ich in meiner Kindheit oft mit meiner Tante besucht hatte. Natürlich hatte sich die Stadt im Laufe der vergangenen Jahrzehnte derart verändert, dass ich nichts wiedererkannte. Trotzdem, auch heute mag ich diese gemütliche Stadt.

Am nächsten Tag (7.8.) fuhren wir zur Trachtburg, wo Gerhard plante die kommende Nacht im Burghof zu verbringen. Zunächst machte wir jedoch einen schönen Rundgang und kehrten zur Vesperzeit in die angeschlossene Wirtschaft ein. Den Übernachtungsplan gaben wir jedoch auf, da auch heute wieder reichlich Regen angesagt war, so dass es auch hier recht ungemütlich zu werden schien.

Trauchtburg 190807

Statt dessen fuhren wir auf einen Campingplatz bei Almisried, wo wir im Auto eine ruhige und entspannte Nacht verbrachten. Der Campingplatz liegt direkt an einem See. Und so hatten wir am nächsten Tag ein tolles Frühstück mit herrlichem Blick übers Wasser.

Für den 8.8.19 stand die Besteigung des Immenstadter Horns an. Die Fahrt zur Basis führte entlang des Alpsees.

Unser Weg bergauf brachte uns zunächst zur Gschwender Bergalpe. Eine unter Denkmalschutz gestellte Alpe, da sie noch die traditionelle Bauweise aufweist.

Weiter ging’s bergauf zum Kemptener Naturfreundehaus mit herrlichem Blick ins Tal.

Das Immenstadter Horn erreichten wir dann am späten Nachmittag, wo wir dann am Abend einen tollen Sonnenuntergang beobachten konnten.

Am 10.8. hieß es dann Abschied nehmen. Während Gerhard zurück nach Hause fuhr, machte ich mich mit dem Zug auf nach München. In einem schönen, zentral gelegenen Hostel machte ich Station.

Natürlich, darf  der Besuch des Englischen Gartens (190811) und ein Spaziergang entlang der Isar nicht ausgelassen werden.

An der Isar

Auch ein Rundgang über den Viktualienmarkt (190812) gehört dazu.

Nach 3 Tagen in München war es dann an der Zeit die Rückreise nach Sankt Augustin anzutreten.