Crisana

Arad (Region Crisana), 30.9.15

Im Süden grenzt der Fluss Mures die Crisana vom Banat ab. Im Westen endet die rumänische Crisana an der Landesgrenze, während sie im Nordosten bis an die westlichen Karpaten (Apuseni-Gebirge) heranreicht.

Zunächst befand sich zwischen Theiß, Mures und Apuseni-Gebirge die Woiwodschaft des Fürsten Menumorut, bis die Ungarn Ende des 9. Jh. das Gebiet eroberten. Sie beherrschten es bis ins 16. Jh. Doch die Ungarn verloren die Schlacht von Mohács (1526) gegen die Osmanen und zerfiel 1541 endgültig in drei Teile: das königliche Ungarn, das Teil der Habsburger Provinz wurde und und seine Hauptstadt in Pressbuurg hatte; Siebenbürgen, das türkischer Vasall blieb; und der Rest, der zur Provinz des Osmanischen Reichs wurde. Die Crisana kam mit Zustimmung des Sultans unter die Hoheit Siebenbürgens. Erst im Frieden von Karlowitz (1699) musste das Osmanische Reich Ungarn, Siebenbürgen und die Crisana an das nun mächtige Österreich abtreten. Als 1867 Ungarn gleichberechtigter Partner in der österreichisch-ungarischen Doppelmonarchie wurde, ging die Crisana an den ungarischen Teil – und blieb dort bis nach dem ersten Weltkrieg, als im Vertrag von Trianon (1920) die Vereiniguung mit Rumänien beschlossen wurde.

Hauptschlagader Arads ist die Prachtstrasse Bulevardul Revolutiei mit Bauten aus dem 18. und 19. Jh. Die Kategorie „Muss man gesehen haben“ fehlt der Stadt. Aber einen kurzen Rundgang ist die Stadt dennoch wert. Das Rathaus,  ein schneeweißer 1876 vollendeter Neorenaissancebau mit repräsentativer Loggia und hohem Uhrturm ist das Prunkstück des Boulevards. Das Uhrwerk wurde 1872 aus der Schweiz gebracht.


Stana de Vale (Region Crisana), 1.10.15

Die Fahrt von Arad kommend nach Stana de Vale führt über eine sehr kurvenreiche 27km lange Gebirgssstrasse. Wild und romantisch, vor allem in der Dämmerung. Jeden Moment erwartet man Wild, das die Straße  quert. Bären soll’s hier auch geben. Leider hatte keiner Lust sich zu zeigen.


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