Gran Canaria und Fuerteventura

Der Flug von Florenz nach Gran Canaria geschah diesmal mit der spanischen Billigfluggesellschaft Vueling. Von Florenz nach Barcelona mit einem A320 und 45 Minuten später weiter von Barcelona nach Las Palmas mit einem A321. Die Umsteigezeit war sehr kurz, zumal der 1. Flug auch noch 5 Minuten Verspätung hatte. Ich selbst musste mich sehr sputen, aber die Verladung meines Rucksacks in den Anschlußflug hatte wohl nicht geklappt. Jedenfalls stand ich in Las Palmas ohne meinen Rucksack da. Der Papierkram hielt sich in Grenzen. Und meine anfängliche schlechte Laune ebbte auch ziemlich schnell ab, denn was konnte ich an der Lage ändern? Nichts! Also nahm ich den Bus zum Hostel, besorgte mir ein paar Lebensmittel für mein Abendessen und genoß dieses mit einem guten Tropfen roten Weins. Am nächsten Abend, ich kam vom Strand, stand der Rucksack vor der Tür meines Zimmers und alles war gut.

Nach den anstrengenden Tagen in Italien freute ich mich jetzt auf eine Zeit der Ruhe und Enstpannung. Und so sollte es auch sein: Gegen 9:00 Uhr aufstehen, frühstücken, ab zum Strand. Gegen 15-16:00 Uhr auf ins Café. Anschließend ein kurzer Besuch im Supermarkt, um mein Abendessen einzukaufen. Ab ins Hostel, duschen und den Körper abkühlen lassen. Etwas lesen oder im Internet surfen. Gegen 21:00 Abendessen und anschließend ins Bett, den dicken Bauch in die Luft streckend. Gute Nacht – bis bis zum nächsten Tag.

Zwei Ausflüge habe ich aber dennoch gemacht: In die Altstadt, deren Zentrum gut 5 km vom Hostel entfernt ist. Hin zu nahm ich den Bus, zurück bin ich gelaufen, immer schön am Strand entlang. Der zweite Ausflug führte mich nach Playa del Ingles und Maspalomas. Nun, in Playa del Ingles bin nicht geblieben. Es kam mir vor wie in Benidorm. Umso schöner war der Strand von Maspalomas. Wunderschöne Sanddünen, klares Wasser, endlose Weite, so dass sich der Besucherstrom verlief und man alles andere als eng beieinander lag.

Im Januar/Februar 2018 besuchte ich Gran Canaria/Las Palmas erneut. Das Festland wurde einfach wieder zu kalt, und ich erhoffte mir hier etwas mehr Wärme. Von den vier Wochen meines Aufenthalts waren mir nur zwei Strandtage vergönnt. Auch hier zeigte sich das Wetter unbeständig mit vielen Wolken, böigem Nordwind und auch einigen Regentagen. Nun ja, die Tempraturen lagen immer noch im Bereich um 15 bis 18 Grad. Im Vergleich zum gegenwärtigen Wetter in Deutschland klage ich also auf hohem Niveau. Aber trotzdem, so beständig, wie es immer heißt, ist auch hier das Wetter nicht – vielleicht weil ich in der Winterzeit hier bin?! Für die Zukunft bedeutet das für mich: Ab Anfang November muss ich mich entweder nach Asien oder auf die Südhalbkugel zurückziehen.

In Maspalomas

Hässliches Puerto Rico

Puerto de Mogan 180130

Ausflug nach Acuras:

Nach zwei Wochen Aufenthalt im Little Surf Hostel von Las Palmas ziehe ich am 9.6. weiter nach Fuerteventura, hier in den Norden der Insel nach Corralejo. Auch hier werden mich wohl wieder fantastische Strände erwarten, wenn ich den Aussagen meiner Gastgeberin Rosa glauben darf. Hin bringt mich die Fähre. Es ist eine Nachtreise und ich habe mir den Luxus einer 4er-Kabine auf der Fähre geleistet. Abfahrt 23:30, Ankunft am nächsten Tag gegen 7:30 Uhr.

Auch hier auf Fuerteventura übernachte ich wieder in einem Surf-Hostel. Richtig nobel geht’s hier zur Sache. Riesen Frühstücksbuffet, Fahrradverleih, Surfboardverleih, 3x wöchentlich wird ein köstliches Dinner serviert, Rooftop-Yoga, großzügige Lounge mit zwei Küchen, Blick über die Insel von der Dachterrasse, eigener Pool. Natürlich dreht sich hier alles ums Surfen. Aber auch Otto-Normal-Reisender, der es etwas ruhiger angeht, findet hier sein Plätzchen am Strand, in den Dünen.

Der Ort Coralejo erinnert mich ein wenig an Playa del Ingles auf Gran Canaria. Die Touri-Meile ist gepflastert mit jeder Art von Artikeln, die Touristen gerne mit nach Hause nehmen. Von Mode über Technik, von Stehrumchen bis Kitsch. Auch ich konnte dem Angebot nicht wiederstehen und habe mir meine individuelle Baseballcap sticken lassen. Statt für irgendeine Firma Werbung zu machen, mache ich nun Werbung für meine eigene Homepage.

Unmittelbar hinter dem Hostel erhebt sich ein Vulkan mit ca. 240m Höhe. Teils querfeldein, teils auf einer Schotterpiste sind Sina und ich da rauf. Die Aussicht hat sich unbedingt gelohnt, wenngleich der Wind dort oben ziemlich stark und böig war.

Für 15,00 € kann man einen Bootstrip zur kleinen vorgelagerten Insel Lobos machen. Kleine Lagunen mit kristallklarem Wasser, Vulkanbesteigung, Leuchtturm und Strandaufenthalt. Morgens um 11h hin und nachmittags um 17h zurück. Ideal um die Schönheiten dieser kleinen Insel zu entdecken. Oben auf dem Vulkan brüten Möven, die überhaupt nicht begeistert sind von den menschlichen Besuchern. Im Sturzflug starten sie immer wieder spektakuläre Angriffe, wobei sie keine Scheu haben einem auf’s Haupt zu schei…… Dicht daneben ist auch vorbei,aber meinen Schuh hat die Hinterlassenschaft dennoch getroffen.