Bye Bye, Medias – Hello Romania

Eine schöne Zeit im Kinderheim von Medias geht ihrem Ende entgegen. Am 21.9. werde ich weiter nach Brasov reisen, um von dort meine Rundreise durch das weitere Rumänien zu starten.

Über meine Zeit in Medias und die weiteren Stationen innerhalb Rumäniens kann man hier weiterlesen.

Budapest

13 Tage Budapest bei glühender Hitze. Es wäre schön gewesen, wenn es kühler gewsen wäre. Dann hätte ich sicher mehr von Budapest und von dessen Umgebung sehen können. So habe ich mich auf die allgemeinen Highlights konzentriert.

Hier der Link zu meiner Budapestseite.

Uber

In der Vergangenheit wurde in Deutschland recht kontrovers über die Internetplattform von Uber berichtet. Uber vermittelt private Taxis, zu einem verständlicherweise geringeren Preis als die gesetzlich festgesetzten Taxipreise. Die Diskussion endete damit, dass Uber in Deutschland keine Zulassung erhielt. Begründung: Die privaten Taxifahrer besitzen keinen Personenbeförderungsschein und haben keine Ortskundeprüfung abgelegt. Im Fall eines Unfalls sind die rechtlichen Konsequenzen nicht geklärt.

In Warschau ist Uber tätig. Auch in Budapest, meinem nächsten Reiseziel. Ich habe Uber heute erstmalig ausprobiert. Eine normale Taxifahrt zwischen meinem Gästehaus und dem Aiport sollte zwischen 20 und 30 zl kosten, abhängig davon, welchen Kilometerpreise der entsprechende Unternehmer anbietet. Dieser schwankt zwischen 1,40 und 3 zl. Uber selbst hat für diese Fahrt eine Preisspanne zwischen 17 und 22 zl errechnet.

Zwischen der Altivierung der Uber-App, der Bestellung eines Fahrzeugs und dem Eintreffen des Taxis vergingen 5 Minuten. Mit der Bestellungsannahme wird einem der Name des Fahrers, der Fahrzeugtyp und die Kfz-Nr mitgeteilt. Die Fahrzeit betrug rd. 10 Minuten. Kosten: 16,39 zl. Abrechnung bargeldlos über die bei der Registrierung hinterlegte Kreditkarte.

Fazit: Eine gelungene Sache. Sehr zufrieden und durchaus empfehlenswert in Städten, in denen Uber operiert.

Rückflug nach Deutschland

Gestern war nun der Tag des Abschieds von Island. Wie meistens bestehen solche Tage aus Warten. Das ging damit los, dass ich auf den Shuttlebus zum Busbahnhof wartete. Habe hier die Zeit genutzt und mich einem dänischen Ehepaar unterhalten, die ins Hlemmur Square gekommen waren, um zu frühstücken. Sie hatten unweit ein AirBnB-Zimmer gemietet, hatten aber keine Lust sich um das Frühstück selbst zu kümmern. Wie meistens spricht man über das Reisen, in diesem Fall über die Sehenswürdigkeiten Islands, Polens und Indonesiens.

Als nächstes reihte ich mich in die Schlange der Wartenden beim Check-In ein. Dann erneut vor der Sicherheitskontrolle und schließlich am Gate.

Um 15:05 hob der Flieger dann ab, und drei Stunden später war ich Deutschland, was bedeutet: Erneutet Warten bei der Gepäckausgabe. Tina war so lieb und hatte mich am Flughafen abgeholt. Bei subtropischen Temperaturen ging es dann per Auto nach Sankt Augustin.

Nachtrag zu meinem letzten Beitrag:
Die dort genannten ‚geschätzeten 54$‘ haben sich leider nicht bestätigt. Bei der Endabrechnung musste ich feststellen, dass das Ausgabenmittel bei 60$ pro Tag lag.

Transportkosten stellen mit rd. 540,00 € den Löwenanteil, gefolgt von den Kosten für Unterkunft mit  rd. 468,00€. Verpflegungskosten für 3 Wochen gerade mal 155,00 €! Sonstiges, wie Telefon, Porto, Postkarten und Aktivitäten: 70,00 €

 

Der Südteil Heimaeys

Heute Morgen nahm mich meine Gastgeberin mit auf eine kleine private Sightseeingtour in den Südteil Heimaeys. Glücklicherweise konnte ich anschließend ein belgisches Ehepaar dazu überreden mich morgen ein Stück in Richtung Reykjavik mitzunehmen. Auf diese Weise konnte ich noch einen Tag länger auf Heimaey bleiben und anschließend den Südteil zu Fuß erkunden.  Selten habe ich eine so fantastische Landschaft und Küstenlinie gesehen.  Sogar die Puffins habe ich gesehen, allerdings aus ziemlich großer Entfernung. Anders als am Kap Latrabjarg waren die Vögel hier weitaus scheuer und ließen einen nicht so nah ran.

Morgen ist nun endgültig mein letzter Tag angebrochen. Von Heimaey geht’s mit der Fähre wieder auf’s „Festland“. Dann über die Route 1 gen Westen nach Reykjavik. Dort die letzte Nacht im Hlemmur Square Hostel und am Dienstag bringt mich dann Flieger wieder nach Düsseldorf. Ankunft 20.00h.

Fazit dieser Reise: Island kann ich jedem wärmstens empfehlen. Ich kann mir im Moment kein anderes Land vorstellen, welches eine derartig unterschiedliche Landschaft aufweist. Von fast lieblichen Auen auf Snaefellness, über schroffe und vor allem hohe Gebirgszüge mit atemraubenden Aussichten bis hin zu einer grandiosen Küstenlienie und last but least warmen Flüssen, in denen man herrlich baden kann. Herz, was willst du mehr.

Tipp: Es ist keine Mähr, die in den Reiseführern erzählt wird: Warme, wollenende, wasser- und winddichte Kleidung nebst sehr festem Schuhwerk sind ein absolutes Muss. Die Tagestemperaturen lagen so um 13 bis 15°C, nachts jedoch oft nur bei 5-8, stellenweise auch nur bei 2°C.

Island ist teuer. Entweder man bringt einen gut gefüllten Geldbeutel mit oder ist mit Jugenherbergen mit unterschiedlich großen Schlafräumen zufrieden. Kostenpunkt pro Nacht zwischen zwischen 4000 und 5000 ISK = 28 bis 35 €. Wem zelten nichts ausmacht (siehe Tempraturangaben oben), der mit ca. 1200 bis 1500 ISK = 8 bis 10€ dabei. Normale Hotelübernachtungen liegen im Bereich 100 bis 140 € fürs DZ, ohne Frühstück!
Restaurants sind nichts für den kleinen Geldbeutel. Selbstversorgung ist zwar auch nicht billiger aber eben billiger als sich bedienen zu lassen. So ist es eigentlich fast überall auf der Welt, Ausnahme wahrscheinlich Asien?! Und dumpstern dürfte sicher nicht jedermannns Art der Lebensmittelbeschaffung sein.
Mit anderen Worten: Übernachtungen und Transport waren die teuersten Ausgaben, gefolgt von Lebensmitteln.

Ein Budget von 50$ pro Tag läßt sich nur schwer einhalten. Bei grobem Überschlag kann ich aber sagen, dass meins bei 54$ liegt. Die Tasache, dass ich anschließend in die östlichen Staaten Europas reise, wird diese Mehrausgaben sich wieder ausgleichen.

Elephant Rock und die Suche nach den Puffins

Mit JC (Franzose aus der Provennce) bin ich heute Morgen im Nordwesten von Heimaey auf die Suche nach den Puffins gegangen. Unser Weg führte uns zunächst quer über den örtlichen Golfplatz. Anders in Deutschland sind wir ohne Beschwerden davongekommen. Dabei haben wir wunderschöne, fast romantische Plätze entdeckt. Am Ende tat sich dann auch der Blick auf den berühmten Elephant Rock auf. Es ist schon erstaunlich, zu welcher Kreativität Mutter Natur in der Lage ist.

Das zweite Anliegen, Puffins (Papageientaucher) zu sehen, wurde leider nur bedingt erfüllt. Einen Einzigen konnten wir finden, und diesen auch nur in kurzem Vorbeiflug. Unserer Hoffnung nachgehend vielleicht in den Höhenlagen fündig zu werden bestiegen wir einen etwa 150m hohen Berg. Ziemlich steil war der Anstieg. Oben angekommen wurden wir zwar von der Vogelwelt erneut enttäuscht, dafür aber mit einem herrlich Ausblick belohnt. Und, da die Sonne aus vollem Herzen lachte und die Temperatur auf gefühlte 18, 19°C geklettert war, machten wir es uns im Gras bequem und dösten gemütlich vor uns hin.

In JC habe ich einen Verbündeten gefunden. Auch er hat seinen Job gekündigt. Er hat zwar nach wie vor seinen besitz, hat aber dennoch beschlossen mit dem Motorrad die Welt zu bereisen. Es war schön diesen Vormittag gemeinsam zu erleben.

Sehr beeindruckender Tag, heute

Im Januar 1973 brach auf Heimaey der Vulkan Eldfell aus. In dramatischer Weise wurden über Nacht 5000 Menschen evakuiert. Bei aller Dramatik schien der Ort von tausenden Schutzengel beschützt worden zu sein. Wie durch ein Wunder wurde in diesem Chaos niemand getötet. Und, aufgrund eines Sturms in der Nacht zuvor waren sämtliche Schiffe im Hafen, so dass alle Menschen auf die Boote flüchten und sich in Sicherheit bringen konnten. Große Teile des Ortes verschwanden im Laufe der nächsten Monate unter der Asche und Lava. Noch heute sieht man einige Giebel oder Fundamente der Häuser aus dem neuen Boden ragen. Wer nicht weiß, um was es sich hier handelt läuft achtlos vorüber. Bei genauem Hinsehen, wird einem jedoch sehr schnell bewußt, dass man heute auf den Dächer verschütteter Häuser läuft. Man könnte also durchaus von einem isländischen Pompeji sprechen.

 

Aber auch die Insel selbst hat sich 1973 dadurch vergrößert, dass die Lava neues Land schuf. 2 km² mehr Landfläche wurden geschaffen. Eine Fläche, die heute, gut 40 Jahre nach dem Ausbruch immer noch erscheint, als wäre das Unheil erst vor Kurzem geschehen. Schroff, kantig, unwirtlich und man kann es kaum glauben, immer noch handwarm.

In dem seit einem Jahr neu eröffneten Museum auf Heimaey wird in eindrucksvoller Weise die Eruption, die Flucht, die Rückkehr und das Leben danach dargestellt. Unter anderem hat man ein Haus aus der Lava herausgegraben. Das Museum wurde quasi um das Haus herum gebaut. Es ist schon tief beeindruckend, über welche Gewalten die Natur verfügt. Wie immer, wenn einem solche Themen näher gebracht werden, wird einem bewußt, wie hilflos und klein die „Krönung der Schöpfung“ in Wirklichkeit ist.

Reykjavik – Vestmannaeyjar

Seit dem 13.7. versuchte ich jemanden zu finden, der Willens wäre mit mir nach Akureyri / Husavik zu fahren. Mein Plan: Wieder ein kleines Auto mieten und die Kosten teilen, so, wie es die Male zuvor auch funktioniert hatte. Über die Webseite Carpooling in Iceland hatte ich endlich jemanden gefunden, Karla, die am 16. nach Akureyri und am 20. zurück nach Reykjavik fahren wollte und Mitfahrer suchte. Kostenpunkt für die Fahrt 3000 ISK, was akzeptabel war. Am 15. sagte sie jedoch die Fahrt ab, da ihr Auto streikte. An diesem Punkt wurde mir klar, dass ich den Norden Islands streichen mußte – Stichwort: Radikale Akzeptanz.

Also beschloß ich nach einer Altenative zu suchen, die ich in den Vestmannaeyjar-Islands fand. Im Reiseführer steht, dass einen hier eine fantastische Landschaft erwartet und es Vögel ohne Ende zu beobachten gibt. Aber auch hier stellte sich die Frage, wie dorthin kommen. Busse schieden aus (zu teuer) und Carsharing war auch nicht angesagt. Also doch hitch-hiken, wovor ich in diesem Land etws Bammel hatte, den es gibt wirklich Strecken, die menschenleer und endlos erscheinen. An manchen Orten möchte ich wirklich nicht zurückgelassen werden. Aber: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

Meinen Rucksack, schwer genug, machte ich etwas leichter, indem ich einen Teil des Inhalts im Hlemmur Square Hostel deponierte. Wie es sich für einen Deutschen gehört, hatte ich barv ein Schildchen geschrieben, auf dem mein Ziel in großen Lettern zu lesen war. An einer vermeintlich guten Stelle stellte ich mich also auf und hielt mein Schild in den Wind. Alle Autos rauschten vorbei. Mein Weltbild bezüglich des Trampens wurde scheinbar bestätig, bis die Feuerwehr mich sah und anhielt. Sofort meldete sich mein schlechtes Gewissen, eventuell eine Gefahr darzustellen. Aber nein, man fragte interessiert, wo’s denn hingehen sollte. Statt einer Standpauke lud man mich ein mich an einen besseren Ort zu bringen, wo die Chancen größer seien mitgenommen zu werden. Also legte ich meinen ersten Teilabschnitt im Schutze der Feuerwehr zurück. Wer kann das schon von sich behaupten? Nachdem man mich abgesetzt hatte, dauerte es tatsächlich nur 20 Minuten bis der erste Wagen hielt und mich ca. 10 km weiter vorwärts brachte. Man ließ mich an einer Tankstelle raus. Und siehe da, der nächste freundliche Isländer brachte mich bis nach Sellfoss. Und wieder 10 Minuten später nahm mich ein Lebensmittelkontrolleur bis nach Hvolsvöllur mit. Von dort wären es noch ca. 30 km bis zur Fähre gewesen. Und, weil wir uns so gut unterhielten und uns sympatisch waren, fuhr er mich doch glatt direkt bis zur Fähre! Ich konnte mein Glück kaum fassen.

 

Jetzt ging es darum eine Unterkunft auf Heimaey zu finden. In meinem Reiseführer stand ein Hostel, das von einer deutschen Reiseleiterin geführt wurde. Kosten: 4200 ISK. Also war ein Anruf fällig. Und siehe da, auch hier hätte ich ein Fleckchen zur Übernachtung gefunden. Frohen Mutes machte ich mich also auf, klingelte und stand Ruth gegenüber, die sich vielmals entschuldigte, dass sie sich geirrt habe und doch keinen Platz für habe. Aber – und nun kommt die gute Nachricht, ihre Nachbarin B&B Guesthouse Hrafnabjörg  habe noch einen Platz für mich, zu einem etwas höhren Preis (5300 ISK), dafür aber mit Frühstück. Ein wahres Schnäppchen, bezahlt man in Reykjavik schon 5000 ISK ohne Frühstück, welches meistens mit 1300-1600 ISK zu Buche schlägt.

Statt 10-Bett-Zimmer ist es hier ein 4-Bett-Zimmer. Dusche sauber und ordentlich (ein klassisches Badezimmer) und eine voll eingerichtete Küche. Diese habe ich sogleich in Beschlag genommen und ein leckeres Mahl zubereitet; Nudeln mit Lachs in Dillsauce.

Gebucht habe ich hier für 3 Nächte. Im Laufe des 19. werde ich mich dann wieder auf den Rückweg machen, in der Hoffnung, wieder vom Glück begleitet zu werden.