Reykjavik – Vestmannaeyjar

Seit dem 13.7. versuchte ich jemanden zu finden, der Willens wäre mit mir nach Akureyri / Husavik zu fahren. Mein Plan: Wieder ein kleines Auto mieten und die Kosten teilen, so, wie es die Male zuvor auch funktioniert hatte. Über die Webseite Carpooling in Iceland hatte ich endlich jemanden gefunden, Karla, die am 16. nach Akureyri und am 20. zurück nach Reykjavik fahren wollte und Mitfahrer suchte. Kostenpunkt für die Fahrt 3000 ISK, was akzeptabel war. Am 15. sagte sie jedoch die Fahrt ab, da ihr Auto streikte. An diesem Punkt wurde mir klar, dass ich den Norden Islands streichen mußte – Stichwort: Radikale Akzeptanz.

Also beschloß ich nach einer Altenative zu suchen, die ich in den Vestmannaeyjar-Islands fand. Im Reiseführer steht, dass einen hier eine fantastische Landschaft erwartet und es Vögel ohne Ende zu beobachten gibt. Aber auch hier stellte sich die Frage, wie dorthin kommen. Busse schieden aus (zu teuer) und Carsharing war auch nicht angesagt. Also doch hitch-hiken, wovor ich in diesem Land etws Bammel hatte, den es gibt wirklich Strecken, die menschenleer und endlos erscheinen. An manchen Orten möchte ich wirklich nicht zurückgelassen werden. Aber: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

Meinen Rucksack, schwer genug, machte ich etwas leichter, indem ich einen Teil des Inhalts im Hlemmur Square Hostel deponierte. Wie es sich für einen Deutschen gehört, hatte ich barv ein Schildchen geschrieben, auf dem mein Ziel in großen Lettern zu lesen war. An einer vermeintlich guten Stelle stellte ich mich also auf und hielt mein Schild in den Wind. Alle Autos rauschten vorbei. Mein Weltbild bezüglich des Trampens wurde scheinbar bestätig, bis die Feuerwehr mich sah und anhielt. Sofort meldete sich mein schlechtes Gewissen, eventuell eine Gefahr darzustellen. Aber nein, man fragte interessiert, wo’s denn hingehen sollte. Statt einer Standpauke lud man mich ein mich an einen besseren Ort zu bringen, wo die Chancen größer seien mitgenommen zu werden. Also legte ich meinen ersten Teilabschnitt im Schutze der Feuerwehr zurück. Wer kann das schon von sich behaupten? Nachdem man mich abgesetzt hatte, dauerte es tatsächlich nur 20 Minuten bis der erste Wagen hielt und mich ca. 10 km weiter vorwärts brachte. Man ließ mich an einer Tankstelle raus. Und siehe da, der nächste freundliche Isländer brachte mich bis nach Sellfoss. Und wieder 10 Minuten später nahm mich ein Lebensmittelkontrolleur bis nach Hvolsvöllur mit. Von dort wären es noch ca. 30 km bis zur Fähre gewesen. Und, weil wir uns so gut unterhielten und uns sympatisch waren, fuhr er mich doch glatt direkt bis zur Fähre! Ich konnte mein Glück kaum fassen.

 

Jetzt ging es darum eine Unterkunft auf Heimaey zu finden. In meinem Reiseführer stand ein Hostel, das von einer deutschen Reiseleiterin geführt wurde. Kosten: 4200 ISK. Also war ein Anruf fällig. Und siehe da, auch hier hätte ich ein Fleckchen zur Übernachtung gefunden. Frohen Mutes machte ich mich also auf, klingelte und stand Ruth gegenüber, die sich vielmals entschuldigte, dass sie sich geirrt habe und doch keinen Platz für habe. Aber – und nun kommt die gute Nachricht, ihre Nachbarin B&B Guesthouse Hrafnabjörg  habe noch einen Platz für mich, zu einem etwas höhren Preis (5300 ISK), dafür aber mit Frühstück. Ein wahres Schnäppchen, bezahlt man in Reykjavik schon 5000 ISK ohne Frühstück, welches meistens mit 1300-1600 ISK zu Buche schlägt.

Statt 10-Bett-Zimmer ist es hier ein 4-Bett-Zimmer. Dusche sauber und ordentlich (ein klassisches Badezimmer) und eine voll eingerichtete Küche. Diese habe ich sogleich in Beschlag genommen und ein leckeres Mahl zubereitet; Nudeln mit Lachs in Dillsauce.

Gebucht habe ich hier für 3 Nächte. Im Laufe des 19. werde ich mich dann wieder auf den Rückweg machen, in der Hoffnung, wieder vom Glück begleitet zu werden.

Die ersten zwei Wochen in Island

Zwei Wochen meiner Islandtour sind vergangen – bisher so schnell, dass ich keine Zeit fand endlich meinen Reiseblog zu schreiben. Immer wieder war es so, dass ich gerade dazu kam meine Fotos zu sortieren, zu beschriften und in der Cloud zu sichern, da ergab sich eine neue Gelegenheit mit jemandem eine neue Tour zu beginnen.

Also, was ist bisher geschehen?
Abflug mit WOWAir (B 737) am 30.6. ab Düsseldorf bei 30° Hitze. Ankunft drei Stunden später in Keflavik bei angenehmen 9°. Mit flybus gings dann weiter ins Hostel (Hlemmur Square). Dieses Hostel sollte mich in der Folgezeit immer wiedersehen. Es stellte sich als Ort heraus, an dem man gut und schnell Menschen kennenlernen kann. Extrem freundliches, hilfsbereites und kompetentes Personal. Hier bleiben keine Fragen unbeantwortet. Der Kostenpunkt liegt zwar bei 5000 ISK (Isländische Kronen), ca 33,00 €, die Ausstattung und die besondere Location sind aber jede ISK wert. Ebenfalls erwähnenswert: WiFi im gesamten Bereich, Elektroanschlüsse en masse, auch am Bett, so dass die Stromversorgung des Handys und Notebooks zu keinen Zeitpunkt eine Schwierigkeit darstellt. Für 1600 ISK bekommt man ein Frühstücksbuffet, das seinesgleichen sucht. Und, ganz wichtig: kostenloser Kaffee am Morgen bis zum Abwinken.

Am 1.7. begegnete ich dann Luise. Deutsche, aber in Amerika lebend. Sie machte ein paar Tage Halt auf Island. Beide hatten wir nicht das Bedürfnis an einer geführten Tour teilzunehmen. Wir wollten etwas auf eigene Faust unternehmen. Grundsätzlich kann man auf Island das gut ausgebaute öffentliche Busnetz nutzen. Nachteil: Es ist extrem teuer. Das Streckennetz ist unter mehreren Firmen aufgeteilt, Alternativen gibt es nicht, es herrscht also eine  Monopolstellung. Für Alleinreisende wird’s also teuer. Sobald man jedoch zu zweit reist lohnt es sich ein Auto zu mieten. Und genau das taten wir. Den ersten Tag nutzen Luise und ich uns in Reykjavik umzusehen, uns zu organisieren und eine Autovermietung ausfindig zu machen. Am zweiten Tag brachen wir dann auf, um uns auf dem sogenannten ‚Golden Circle‘ umzusehen. Mit dem ÖPNV hätte eine solche Tour 11500 ISK gekostet, was etwas 78,00 € entspricht. Wohlgemerkt, das ist der Preis pro Person. Unser Auto bekamen wir für 16500 ISK,  ca. 112,00 €. Zusätzlicher Vorteil: Man ist auf keine Abfahrzzeiten und Strecken festegelegt.

Unsere Fahrt führte also über die Route 1 (Rundkurs rund um Island) nach Þingvellir (UNESCO-Weltkulturerbe). Hier befindet sich die Wurzel der Besiedelung Islands. In dieser Gegend wurde im Jahr 930 das erste Parlament Islands gegründet.

Der See Þingvallavatn ist 84km² groß, 114m tief und der Seeboden liegt damit 11m tiefer als der Meeresspiegel. Es ist der größte See Islands. Vor ungefähr 9000 Jahren begann sich die þingebene durch Dehnen und Auseinanderreißen der Erdkruste zu senken. Auf diese Weise entstand die Almannagja (Allmännerschlucht). In diesem Gebiet wird deutlich, was passiert, wenn zwei der sich auf dem Erdmantel bewegenden tektonischen Platten auseinanderdriften. Bis zum heutigen Tag entfernen sich die amerikanische und europäische Erdplatte um durchschnittlich 2cm/Jahr. Am Westufer sind wir dann auf die Route 360 abgebogen, denn wir wollten eigentlich den See über die Süd- und Ostflanke umrunden. Die Gravelroad ab Nesjavellir hat dies jedoch verhindert.

Ein weiteres ‚must have‘ sind der Geysir Strokkur und der berühmte Wasserfall Gullfoss.

Wenn man sich diesem Geothermalgebiet nähert, wird man bemerken, wie es neben der Straße anfängt zu zischen  und zu dampfen. Hier und da blubbert es. In diesem Gebiet gab und gibt es mehrere Geysire, jedoch nur auf den Ausbruch des Strokkur (Butterfass) ist Verlass. Ohne große Ankündigung beginnt ungefähr alle 5 bis 10 Minuten das Wasser im Becken auf- und niederzuwallen, bis sich eine mit Luft und Dampf gefüllte Wasserglocke bildet. Der überhitzte Wasserdampf reißt mit einem Mal eine Wasserfontöne heraus, die bis zu 20-30m hoch reichen kann.

Unweit vom Strokkur befindet sich der „Goldene Wasserfall“, Gullfoss. Der Sage nach, soll hier ein reicher aber geiziger Mann sein Gold ins Wasser geworfen haben, damit seine Erben keinen Nutznieß daraus hätten.  Bei sonnigem Wetter schimmert der Wasserfall leicht golden und ein wunderbarer Regenbogen überspannt diese Szenerie.
Der Wasserfall verdankt seine Entstehung den deutlich zu erkennenden Sedimenten, die vom Kies und Geröll, das der Gletscherfluss mitführt leichter ausgewaschen werden konnte. Ca. 109 m³/Sek. Wasser rauschen in breiten Kaskaden in die 2,5km lange und an dieser Stelle 70m tiefe Schlucht, die in den letzten 10.000 Jahren gegraben worden ist.

 

Nach diesem spektakulären Tag setzten wir am nächsten Tag unsere Rundfahrt fort. Diesmal ging es nach Südwesten ins Gebiet Suðurnes. Erster Halt war in Hafnir, ein kleines verträumtes Dorf. Jedoch geht es an dieser Küste nicht immer nur verträumt zu. Ein Dreimaster kenterte hier 1870. Von der Besatzung hat man nie mehr was gehört. Nur das Bauholz, dass das Schiff geladen hatte wurde ans Ufer getrieben. Der 3000 kg schwere Anker des Schoners liegt heute neben dem Friedhof.

 

Bei Hafnaberg lockte ein schöner Lavastrand und vielen Seevögeln. Alledings keine Puffins!
Einen wunderschönen Ausblick hatte man am Kap von Reykjanestá. Dicht daneben war ein Hotspring, den man nicht missen sollte, wenn man sich in dieser Gegend aufhält.

Die ‚Blaue Lagune‘ haben wir gemieden, weil alle Welt sich dort zu versammeln scheint. Abgesehen davon, dass man sich vorher anmelden muss, schlägt ein solcher Besuch mit stolzen 45,00 € Einttritt zu Buche.

Über Grindavik gings dann weiter ostwärts. Abschluß war ein schönes Picknick in der herrlichen Umgebung von Krýsuvikurberg.

Am 4.7. begegnete ich dann Jean. In der folgenden Zeit hatte ich einen gutenLehrer, wenn es darum ging, mit sehr wenig Geld zu reisen. Wie ich ja schon unter ‚Persönliches‘ schrieb, geht es für mich nicht nur darum, Materielles loszulassen, sondern auch darum, möglichst wenig zu konsumieren. Dazu gehört ja auch, dass ich versuchen will, so wenig wie möglich für Lebensmittel auszugeben. In einer Wegwerfgesellschaft gehört es ja ‚zum guten Ton‘ all den Überfluss zu entsorgen. Jean half mir dabei, dieses Bewußtsein zu stärken, indem wir dumpstern gingen. Fazit dieses Verhaltens war, dass wir einen reichlich gedeckten Tisch hatten ohne dafür zu bezahlen.
Als es darum ging unsere gefundenen Süßkartoffeln zu kochen, ergab sich für mich das nächste Problem. Beide hatten wir weder Geschirr noch Kocher dabei. Jeans Lösung: Auf einem Campingplatz an der Reception fragen, ob wir deren Küche für eine halbe Stunde benutzen können. Ablehung!  Alternative: Wir fragten zwei Camper, die gerade dabei waren ihr Geschirr spülen zu wollen. Zusage, was deren Geschirr betraf. Leider war zu wenig Gas verhanden, um auch kochen zu können. Jean gab immer noch nicht auf. Auf dem Campingplatz waren auch kleine Häuschen, die vermietet waren. Also dort anklopfen und fragen, was möglich sei. Und siehe da, wir waren herzlich willkommen unser Gemüse zu kochen. Bei einem netten Gespräch waren schnell die Bataten gekocht, Tomaten und Paprika zerkleinert. zwei Teller wurden ausgeliehen. Unser Mahl hatten wir draußen, um die Gastgeber nicht zu lange zu belagern. Die anschließend gespülten Teller stellten wir vor die Tür, winketen zum Abschied und zogen unseres Weges.

Ebenso lernte ich, man muss in gewisser Weise stur sein, um sein Ziel zu erreichen. So zum Beispiel ging es darum einen Swimmingpool zu finden, der wenig oder gar nichts kosten sollte. Auf die Idee in einem noblem Schwimmbad zu fragen, ob es irgendwo eine billigere Alternative gibt, wäre ich nicht gekommen. Tatsache war aber, dass genau gegenüber ein öffentliches Bad war, das den selben Komfort anbot wie das Noble. Preisunterschied: 1800 ISK = 12,00 € pro Person!

Mit Jean hatte ich eine schöne Tour entlang der Südküste von Reykjavik über Hveragerði (Baden im warmen Fluss), Stop am Seljalandsfoss und Skógafoss. Weiter über Vik und Skaftafell bis nach Sökulsalór. Da wir ein Auto hatten, war es möglich das Geld für die Übernachtung zu sparen, wir schliefen im Auto.

Highlights waren die Eisberge in der Lagune von Sökulsarlór, die Basaltlavasäulen am schwarzen Strand von Vik, ein fantastisches Frühstück am Urrigafoss und natürlich das schon erwähnte Baden im warmen Fluss bei Hveragerði.

Zwischen dem 10. und 12.7. war ich mit Gabriella in den Nordwestfjorden. Glücklicherweise hatten wir einen 4×4 Suzuski Swift zur Verfügung, was ein schnelleres Vorankommen auf langen Gravelroadstrecken ermöglichte.

Diese Gegend zeichnet sich dadurch aus, dass sie fast menschenleer ist. Ab und zu sieht man einzelne kleine Sommerhäuser oder Farmhäuser. Im Sommer sicher traumhaft dort eine Zeitlang zu verweilen. Im Winter sicher eine psychologische Herausforderung. Belohnt wird diese Reise durch eine atemraubende Landschaft. Lange, tiefe Fjorde, hohe, schneebedeckte Berge, Aussichtspunkte, die ihresgleichen suchen. Hauptort ist Isafjördur. Ein Ausgangspunkt für Bootstouren ins Wandergebiet von Hornstrandir. Straßen gibt es in diesem Gebiet nicht mehr.

Dumpstern war hier gar nicht mehr möglich. Supermärkte findet man so gut wie keine. Den einzigen, den ich sah, war in Isafjördur. Um Mitternacht allerdings geschlossen. Und Lebensmittel wegwerfen, scheint dort verpönt zu sein. Das Einzige, was ich dort fand, war etwas Brot und eine kleine Flasche O-Saft. Ansonsten halfen uns Möhren und etwas Käse über die Runden.

Highlight war der mitternächtliche Besuch der Latrabjarg Bird Cliffs, wo man wunderbar die beliebten Papageientaucher, die sogenannten Clowns im Frack  sehen konnte.

Auf der Rückreise gings dann mit der Fähre von Brjánslaekur nach Stykkshólmur mit kurzen Stop auf Flatey.

Nun waren wir nicht mehr in den Nordwestfjorden, sondern betraten die Halbinsel Vesturland, in deren Westen sich das sogenannte  Snaefellsness befindet. Der Vulkan Snaefellsjökul diente Jules Verne als Einstieg zu seiner ‚Reise zum Mittelpunkt der Erde‘.

Die Route 54 und 574  führt einen immer entlang der Küste. Bei  Londrangar konnte man wieder einen Blick auf die Cliffs und deren Vogelwelt genießen.

Ziemlich direkt ging es dann nach einer teuren Übernachtung bei Tradir zurück nach Reykjavik.

Pläne sind zum Ändern da

Nach meinem Besuch auf Island sollte es eigentlich ab Ende Juli durch Polen ins Baltikum gehen. Durch ein unverhofftes Wiedersehen mit einer früherin Kundin (Vier Jahreszeiten) auf der Miriya Wave Party hat sich die Planung geändert. Jetzt geht es vom 28. Juli bis 6. August zwar nach Polen (Warschau) aber von dort über Budapest (6. bis 18. August) nach Medias  in Rumänien (Siebenbürgen). Hier soll ein ehemaliges Kolpinghaus in ein Kinderheim umgebaut werden. Getragen wird dieses Unternehmen durch die Stiftung St. Franziskus von Deva (www.magnificat.ro), deren Leiter ein Franziskaner Priester, Csaba Böjte, ist. Es ist für arme Kinder der dort lebenden ungarischen Minderheit gedacht. Ziel ist es, diese Kinder möglichst unter normalen Bedingungen aufwachsen zu lassen. Dazu zählt auch,  dass sie in ihrer Muttersprache lernen können. Ich möchte einen Teil dazu beitragen,  indem ich vor Ort dieses Projekt tatkräftig unterstütze.

 

Frisch eingetroffen: Ultralight Zelt und NeoAir Luftmatratze

Es ist endlich eingetroffen: Mein neues Leichtgewichtszelt; Sea To Summit  – ‚The Specialist Solo‘. Hier die Eckdaten:
Gesamtgewicht: 620 g (ohne Packsack, der wiegt 14 g)
Flysheet: 440 g
Poles: 102 g
Heringe: 66 g (6 x 11 g)
Größe: 1-Personen Zelt
Bodenbreite: 65 | 120 | 28 cm
Bodenlänge: 213 cm
Innenhöhe: 95 cm
Packmaß: 27 x 13 cm

Beschreibung: Das Specialist Solo ist mit 440 g für Zelt ohne Poles und Heringe bisher das Ende der Fahnenstange ultraleichter Zelte der großen Outdoor-Hersteller. Einwandige Konstruktion mit atmungsaktiven Seitenflächen.

Das Specialist Solo hat eine einwandige Konstruktion mit atmungsaktiven Seitenflächen. Das ultraleichte Zelt ist so rundum absolut wasserdicht, auch dank werksseitiger Nahtbandversiegelung. Die innere Mesh-Tür hält Mücken und Sandfliegen fern, sorgt aber auch mit dem Lüfter für beste Belüftung. Zusätzlich verringert die Atmungsaktivität des Materials auftretende Kondensation effektiv. Damit ist es vielen Biwakzelten überlegen!

Beim Specialist Solo wurde der Ultraleicht-Gedanke bis in die Details zu Ende gedacht. Soviel Platz wie nötig, inkl. Sitzhöhe, das dünnste und wasserfesteste Pertex Endurance Nylon-Material für das Außenzelt, sehr dünne reflektierende Abspannleinen, sehr schmale leichte Gurtbänder, Mini-Linelocks, 6 mm Alu Poles usw.

Alle Nähte sind alle voll getapt! Interessant: die auf dem Packsack gedruckte Bedienungsanleitung.

Einwandig in der Konstruktion und mückendicht. Wir empfehlen für weitere Gewichtseinsparungen leichtere Heringe aus unserem Programm, den Aufbau mit Trekkingpoles und für den Schutz des Bodens ein Groundsheet.

Material:
Aussen: 20d Nylon, Pertex Endurance | 1000 mm WS | atmungsaktiv mit 7000 MVTR
Boden, Seitenpanele: 15d Nylon, wasserfest | 1200 mm WS
Gestänge: 7075 Aluminium
Farben: Yellow und Gray (eher dunkelgelb, kein Neon)

Zusammen mit der ebenfalls frisch eingetroffenen Therm-A-Rest NeoAir-All- Seasons Luftmatratze  ( Link ) hatte ich dank Ilkas Gastfreundschaft Gelegenheit beides am 30./31.5.15 in ihrem Garten zu testen. Danke vielmals, liebe Ilka!

Zum Zeitpunkt des Aufbaus bereiteten die Nachbarn eine Geburtstagsparty in ihrem Garten vor. Da Ilka, ihre Freundin Katja und ich noch in den Cashbah-Club wollten – zu einem Blues-/Soul-Concert – hatte ich die Hoffnung, dass dieParty bei unserer Rückkehr zu Ende ist oder sich zumindest in Auflösung befindet. Weit gefehlt, der ‚Bär steppte‘ immer noch bei unserer Rückkehr. Okay dachte ich, es ist wie es und zog mich ins Zelt zurück.

Das Allein war schon ziemlich aufwendig. Denn das Zelt scheint genau auf die Abmessungen meiner Therm-A-Rest Neo Air Luftmatratze maßgeschneidert worden zu sein. Jedenfalls kam ich mir vor, wie die berühmte Ölsardine, die versucht noch einen Platz in der Dose zu ergattern. Auf der Luftmatratze der Biwaksack und in diesem mein Schlafsack. Nicht so einfach Zelt, Luftmatratze, Schlaf- und Biwaksack unter Kontrolle zu halten. Für alle, die sich nach einem Sixpack sehnen ein ideales Bauchmuskeltraining!
Endlich drin versuchte ich die Umgebungsgeräusche auszublenden. Irgendwann gelang mir dies sogar. Aber dann: Plötzlich und unerwartet stellte ich mit klarem Bewußtsein fest, dass meine Füße naß und kalt waren. Was war geschehen? Kondenswasser hatte sich im Biwaksack gebildet und den Schlafsack durchdrungen. Blöde Sache. Aber auch hier gelang mir streckenweise die radikale Ignoranz.

Bis…., bis ich um Schlag 4:45 Uhr eigentlich hätte senkrecht im Zelt sitzen müssen, wenn ich ein Sixpack gehabt hätte. Eine einzige Amsel meinte am heiligen Sonntag mit aller Kraft den Morgen begrüßen zu müssen. Offensichtlich erfolgreich, denn kurz vor 5 Uhr hatte der losbrechende vereinte Vogellärm gefühlte 120db erreicht. Grummelt fädelte ich mich aus dem Zelt und packte meine sieben Sachen zusammen. Flotten Schritts eilte ich zum Auto und steuerte meiner Wohnung zu, wo ich dann auf meinem vergleichsweise hyperkomfortablem Luftbett noch ein paar Stündchen schlief.

Fazit: Als Notunterkunft ist das Zelt sicher gut geeignet.Die Zeltwand ist in dieser Nacht trocken geblieben. Warm genug war es auch und die Luftmatratze ist wirklich bequem und isoliert hervorragend. Nichtsdestotrotz: Bevorzugen werde ich aber stets ein festes Gebäude mit gut schließenden Fenstern!

Fritz Kalkbrenner – Back Home (Official Video)

So the sea has gone to take me
Maybe now I’d fell it fall
I tell myself I won’t get astray
I believe it’s going be hard
So I look across the lake
To a point far out of sight
Over me comes the rain
And I be gone
But then one night

I’m looking for ways over water
I’m looking for ways to go
I’m looking for ways over water
I’m looking for ways back home

I ain’t afraid of leaving
And all those things I left behind
Most of them ain’t ment to last
None of them ain’t even mine
Too tired of marking time
Giving too much away
Not a single dime is left
So I’m calling better days

I’m looking for ways over water
I’m looking for ways to go
I’m looking for ways over water
I’m looking for ways back home

I’m looking for ways over water
I’m looking for ways to go
I’m looking for ways over water
I’m looking for ways back home

I’m looking for ways over water
I’m looking for ways to go
I’m looking for ways over water
I’m looking for ways back home

Mein Chinesisches Horoskop für 2015

DracheDrache, 1952-Geborener

Kraftvoll durchs Ziel
Die stolzen, aktiven und entschlossenen Drachemenschen haben eine enorme Power. Sie sind mit einem großen Maß an Intelligenz, Tatkraft und Fleiß gesegnet. Da sie ständig unter Volldampf stehen und immer ein Ziel brauchen, sollten sie lernen, 2015 auch einmal inne zu halten. Das Jahr der Ziege fordert von ihnen eine Konzentration auf das Hier und Jetzt. Es wird darum gehen, im Berufsleben die jetzige Position zu festigen. Ihre Fähigkeit, gut zu planen, gepaart mit Mut und Einfallsreichtum, wird dafür sorgen, dass Drache-Geborene schnell wieder auf die Sonnenseite des Lebens gelangen, sollte es doch mal schattig werden.

Der stille Killer Bluthochdruck
Drache-Menschen sind generell widerstandsfähig und vital. Da sie so energisch ihre Ziele verfolgen und 2015 einiges zu leisten haben, sollten sie häufiger in sich hineinhören und spüren, was ihr Körper braucht, um weiterhin so kraftvoll zu bleiben. Ihre Schwachstelle ist ein zu hoher Blutdruck. Der Bluthochdruck (Hypertonie) wird heute auch als „stiller Killer der Menschheit“ bezeichnet, da ein Drittel derjenigen, die an ihm leiden, nicht einmal davon weiß. Die häufigsten Symptome, an denen man die beginnende Hypertonie selbst erkennen kann, sind Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, Ohrenpfeifen und Sehstörungen.

Die Behandlung
Gefühlt wird der Puls an mehreren Stellen an beiden Handgelenken. Niedriger Blutdruck, eine allgemeine Schwäche oder Energiemangel werden in der TCM mit einem Energiemangel im Erdelement beschrieben – genauer gesagt im Bereich der Milz. Durch langfristige Ernährungsfehler kommt es im Laufe des Lebens leicht zu einem Energiemangel in der Milz, die TCM spricht von einem energetischen Ungleichgewicht. Bei Bluthochdruck kann aber auch der Ernergiefluss der Nieren oder der Leber gestört sien. Die Behandlung mit Akupunktur und Heilpflanzen-Kombinationen führt in kurzer Zeit zur Normalisierung der Blutdruckwerte. Wichtig ist zudem eine Ernährung, die die Mitte stärkt. Ideale Lebensmittel sind Karotten, Fenchel, Kartoffeln, Spinat sowie Birnen, Äpfel, Rosinen, Reis.

 

Quelle: TV Hören und Sehen, Nr. 1/2015

Couchsurfing

Die Internetplattform von Couchsurfing.com ist wirklich grandios. Gestern abend war ich ziemlich überrascht Post von Maurane (eine 20-jährige Französin) über diese Plattform zu erhalten. Sie und ihr 25-jähriger Bruder, so schreibt sie, werden auch Anfang Juli für eine Woche auf Island sein. Maurane schlägt vor, dass man sich gemeinsam ein Auto mietet, um so die Insel leichter und schneller zu erkunden. Da ich ohnehin vorhatte mit einem Leihwagen ins Landesinnere vorzudringen, kommt mir dieser Vorschlag zur rechten Zeit. Zudem wollen die beiden, zumindest für die Zeit, die sie in Reykjavik sind, im KEX Hostel absteigen. Auch ich habe mir dies so vorgestellt, da dieses Hostel ideal liegt, um schnell überall in der Stadt hinzukommen. Zusätzlich werde ich sicher noch ein oder zwei Tage bei Halldor wohnen. Ihn habe ich über Couchsurfing.com angeschrieben und gefragt, ob ich bei ihm eine kurze Zeit wohnen kann. Seine Antwort: „You’re most welcome!“

Auf den großen Altersunterschied abgesprochen, erwidert Maurane: „Before writing you the email, I saw your age, but for us it’s not a problem at all! I mean, what is nice in a trip, it’s to meet people from different countries, different ages… „. Genau das ist es, was auch ich empfinde. Wir leben heutzutage mit so vielen Vorurteilen, sei es das Alter, die Relgion, die Hautfarbe, die Sexualität. Da ist es doch geradezu erfrischend, gleich zum Auftakt meiner langen Reise die Chance zu bekommen, so unkomplizierte Menschen kennenzulernen.

Das Universum stellt die Weichen. Es ist einfach schön zu sehen, wie sich so manches, scheinbar ganz von allein, fügt.

Neujahr mit Tanmayo

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Es ist die Zeit der Neujahrskonzerte. Traditionell zu dieser Jahreszeiten feiern Künstler und Orchester mit dem Publikum den Beginn des neuen Jahres. So auch TANMAYO im ‚Studio Miriya. Die schottische Sängerin, Violinistin und Komponistin TANMAYO begrüßte ihre gut 50 Zuhörer im Ganesha-Raum des Studios.

 

 

 

Es war durch und durch eine Reise ins Innere eines jeden. Das war deutlich zu spüren. Auftakt war ihrer Song ‚Lost and Found‘. Sicher jeder Mensch hat sich in seinem Leben mehr als einmal verloren gefühlt, war verzweifelt, sah keinen Ausweg. Das ist die schmerzhafte Seite der Medaille. Die Kehrseite kann jedoch Hoffnung und Aufbruch vermitteln, indem man sich in der Stille und den Träumen verliert.

TANMAYO’s Musik berührt maßgeblich die Herzen. Schottland und Irland sind sich in der Musik sehr nahe. Wenngleich es in den Texten schottischer oder irischer Lieder oftmals um Verlust oder Loslassen geht, vermittelt die Musik eine sehr spirituelle Komponente. Und so können daraus wunderbare Liebeslieder werden. TANMYO drückt Ihre Sehnsucht nach Hingabe, Liebe und Wärme in wunderbar weichen Tönen aus, lässt den Zuhörer mitschwingen und sich gerne mitnehmen auf diese musikalische Reise.

In ihrem aus Indien stammenden Lied ‚Faith Is A Bird‘ besingt sie den Vogel, der ohne Angst in den neuen Morgen fliegt. Ein Lied, bei dem man gerne die Augen schließt und sich nicht schämt auch eine Träne zu verdrücken.

Während draußen der „schottische“ Regen deutlich hörbar auf das Dach trommelt, kommt TANMAYO‘s Lied der ‚1000 Tränen‘ direkt vom Herzen an dessen Ende ein gemeinsames kleines Halleluja-Mantra sanft den Raum erfüllt,  eye to eye – ear to ear – heart to heart. Deutlicher kann ein Gefühl des Miteinanders nicht ausfallen.

‘Through The Darkness’ fordert uns auf die Augen zu schließen, in uns zu schauen, zu beten, die Gedanken zu beruhigen. Eine musikalische Meditation, aus der das Publikum am Ende hörbar wieder in der Gegenwart erwacht.

In ihrem letzten Lied ‚Our Journey Home‘ erinnert TANMAYO daran, dass jeder auf seiner ganz persönlichen Reise ist. Das Paradies mag oftmals im Außen gesucht werden, tatsächlich aber trägt jeder sein persönliches Paradies in sich selbst. Mit einem aus dem ‚Home‘ gewonnenen OM findet dieses erste und hoffentlich nicht letzte Solokonzert von TANMAYO sein Ende.

Danke TANMAYO für diesen wundervollen Abend!

 

 

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