Ich stelle mich vor

Ich heiße Michael Schneider, geboren 1952 in Berlin.

Nach der Grund- und Realschule habe ich parallel zu meinem Lehrberuf (Wetterdienst-Techniker) das Abitur an der Abendschule nachgeholt. 1977 schloss ich mein Fachhochschulstudium zum Geophysikberater an der Fachhochschule des Bundes ab. Meine Arbeitsplätze im Flugsicherungsbereich waren zunächst im zivilen Bereich deutscher internationaler Flughäfen. Nach dem Wechsel zur Bundeswehr arbeitete ich dann auf militärischen Flugplätzen. Aufgrund der deutschen Wiedervereinigung ging es dann immer öfter ins Ausland, wo ich meine Arbeit in nationalen und internationalen Headquaters leistete.

Einen großen Teil meines Lebens habe ich mit dem Reisen verbracht. Schon meine Mutter legte Wert darauf ein- oder zweimal im Jahr zu verreisen. Zu damaliger Zeit war das schierer Luxus. Durch meine Berufswahl bin ich in Europa ziemlich viel rumgekommen.  Leider nicht als Tourist, sondern in Einsatzkontingenten speziell auf dem Balkan. Auch wenn ich in diesem Zusammenhang so manches sah, was der Mensch eigentlich nicht unbedingt sehen muss, so habe ich dennoch oft Gelegenheit gehabt auch das Schöne, die Natur, zu sehen.

Heute, als Ruheständler, mache ich mich wieder auf den Weg, um die Schönheit dieser Welt zu bestaunen. Ich hoffe, in meinem fortgeschrittenen Alter noch ausreichend Zeit zu haben, um mir möglichst zahlreiche besonders schöne Orte ansehen zu können. Ich habe mich zu diesem Zweck entschlossen – zum wiederholten Mal übrigens – allen Besitz zu veräußern, zu verschenken, zu spenden oder zu entsorgen. Meine Zweieinhalb-Zimmer-Wohnung habe ich auf einen 40 Liter Handgepäck-Rucksack reduziert. Zurückgeblieben sind extrem wenige, sehr persönliche Gegenstände und notwendige Dokumente, die meine Existenz belegen.

„Wenn du denkst, Abenteuer sind gefährlich,
dann versuch’s mal mit Routine.
Die ist tödlich.“ – Paulo Coelho

Von nun an sind Wanderwege, Straßen und Herbergen mein Zuhause.

 

Wie sehe ich mich selbst und was charakterisiert mich?

Ich denke, ein Hauptmerkmal meines Wesens ist, dass ich sehr zuverlässig bin. Zudem bezeichne ich mich als großzügig und hilfsbereit und  – loyal. Es ist mir wichtig, insbesondere für mir nahestehende Menschen da zu sein, wann immer sie mich brauchen. Ich kann besser zuhören als über mich selbst reden, obwohl ich mit Worten ganz gut umgehen kann. Ich habe Freude daran, wenn es geistig starken Menschen gelingt körperlich starke Menschen zu besiegen. Und, ich mag es zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein.  Ich mag es bewusst und wach zu sein, klar zu denken – aber auch so tief wie im Tod zu schlafen. Ich mag nicht so gerne die Berge (aber ich liebe wunderbare Aussichten), dafür mag ich es umso mehr am Wasser zu sein. Ich mag Originalität und Kreativität.

Langeweile ist nichts für mich. Ich brauche Ziele – Ziele, die ich auch realistisch erreichen kann. Wenn ich mir ein Ziel gesetzt habe, dann verfolge ich diesen Weg in aller Konsequenz. Stillstand ist für mich Rückschritt. Aufbruch und Erneuerung sind für mich lebenswichtig.

In der Vergangenheit war Impulsivität eine wesentliche Charaktereigenschaft von mir. Heute bin ich wesentlich ruhiger und bedachter. Auch wenn’s mal eng wird, gelingt es mir oft einen klaren Kopf zu bewahren. Probleme zu überschlafen ist da sehr hilfreich, denn am nächsten Morgen sieht die Welt manchmal ganz anders aus. Nichtsdestotrotz, es gibt immer mal wieder Momente, wo ich versuche mit dem Kopf durch die Wand zu rennen. Ich liebe die Farbe ‚Rot‘. Für mich symbolisiert sie Energie, Entschlossenheit und Tatendrang.

Ich weiß, dass im Leben nicht immer alles nach Plan verläuft. Vielmehr ist das Leben genau das, was passiert, während man andere Pläne hat. Es gibt da einen Spruch, der dazu ganz gut passt: „Der Mensch denkt, Gott lenkt.“ Daher bemühe ich mich redlich flexibel sein – und stets das Beste aus allem zu machen. Denn auch Umwege können zum Ziel führen. Unverhofftes kann neue Möglichkeiten eröffnen. Im Idealfall gelingt es mir dem Motto von Johann Wolfgang von Goethes zu folgen: „Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen“.

Ich sehe mich als zurückhaltenden (introvertierten),  manchmal scheuen und schüchternen Menschen. Ja, ich gebe es zu, so etwas wie einen Schutzschild führe ich bei mir, und Fremde haben Mühe zu mir vorzudringen. Hin- und hergerissen vom Bedürfnis  nach Schutz und dem Willen nach Außen zu gehen, fällt es Außenstehenden schwer meine Handlungen zu verstehen. Missverständnisse sind da vorprogrammiert. Allerdings sagt man mir einen gewissen Humor, auch schwarzen Humor, nach.

Diese Zurückhaltung hat aber auch Vorteile. Ich denke viel über die Dinge nach, mache mir meine eigenen Gedanken. Man kann das auch tiefgründig nennen. Ich möchte zum Kern der Dinge durchdringen, wissen, was der Sinn des Lebens ist und vor allem welchen Sinn mein Leben hat.

Ich bin ein sehr strebsamer und neugieriger Mensch. Eine begonnene Arbeit lege ich erst beiseite, wenn sie auch beendet ist. Und neue Themen können mich so begeistern, dass ich mich darin erstmal so vertiefe, dass ich alles um mich herum vergesse. Das hat leider zur Folge, dass ich zwischenmenschliche Beziehungen nicht so intensiv pflege, wie es vielleicht nötig wäre. Auf diese Art und Weise sind in der Vergangenheit leider Kontakte oftmals im Sand verlaufen.

Mein Wesen ist freundlich, respekt- und rücksichtsvoll. Ich suche Berührungen (mehr seelischer als physischer Art). Man sagt, ich sei sehr sensitiv, fürsorglich, diskret, fair, irgendwie verrückt, funny aber sweet. Ich kann Geheimnisse bewahren. Ich habe ein mutiges Herz.

Das Leben ist für mich ein Spielplatz, jeder Tag bringt Neues und Abenteuer. Ich bin einfach zu finden aber nur schwer zu binden. Es käme einem Wunder gleich, wenn ich meine Unabhängigkeit aufgäbe.

Kinder sind ganz ok, auch wenn ich selbst keine habe. Weshalb sollte man diese jungen Menschen, die die Welt für sich entdecken und ihren eigenen Weg finden müssen, auch nicht mögen!? Leider scheint es heutzutage Mode zu sein, Kinder zu ziemlich egoistischen, rücksichtslosen Wesen zu erziehen.