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Thailand, das Land, das so für so viele Deutsche einen hohen Stellenwert hat. Zum einen, weil es einem – aus deutscher Sicht – einen preiswerten oder sogar billigen Lebensstil / -abend verspricht. Weil es als das Land des Lächelns gilt. Weil, insbesondere für ältere Männer, es das Land ist, wo man von wesentlich jüngeren und gut aussehenden Frauen gehegt und gepflegt wird. *)Weil es das Land ist, welches noch immer für den Sextourismus steht. Weil es das Land ist, welches es einem relativ leicht macht dauerhaft hier zu leben.

*) Mein persönlcher Eindruck ist, dass es in den Beziehungen zwischen thailändischen Frauen und westeuropäischen Männer mehr um finanzielle Aspekte als um Seelenliebe geht. Thailand gehört nicht zu den reichsten Ländern dieser Erde. Und so würde es mich nicht verwundern, wenn die finanzielle Not durch Beziehungen (ehelicher oder auch unehelicher) gelindert wird. Mir drängt sich der Einfluß auf, dass sich Frauen – mehr oder weniger freiwillig – verkaufen. Zwar scheint es auch umgekehrte Beziehungen zu geben (wie mir Bernd E., den ich in Chiang Rai traf) erzählte. Ich glaube aber, das dies eher seltener der Fall ist. Ich bin mir nie so ganz im klaren, wie deutsche Männer das sehen. Ist das wirklich Seelenliebe oder findet hier ein bewusster Handel statt: Finanzielle Unterstützung oder sogar Absicherung für widerspruchsloses Dienen in allen Bereichen des täglichen Lebens. Und ein weiterer Vergleich drängt sich mir auf: Geschieht so etwas Ähnliches nicht auch in muslimisch geprägten Staaten. Auch dort werden doch Frauen an Männer verkauft. Nur, dass in diesen Ländern die Frau gänzlich ohne Mitspracherecht ist – das ist sicher ein wesentlicher Unterschied.

Nachdem ich den Winter 2015/16 im Mittelmeerraum verbracht und feststellen mußte, dass es auch dort im Januar/Februar recht kühl wird, verbunden mit einer hohen Luftfeuchtigkeit, entschloss ich mich nach einer wärmeren Alternative umzusehen. Die Wahl fiel auf SE-Asien, sprich, die Länder Thailand, Laos, Vietnam und Kambodscha mit der zusätzlichen Option Malaysia. Im Juni 2016 – zu dem Zeitpunkt hielt ich mich auf Fuerteventura auf – buchte ich den Direktflug von Köln nach Bangkok, durchgeführt von Eurowings, geflogen mit einem Airbus A330-200.

Am 23.11.16 ging es los. Pünktlich um 14:10 Uhr hob der Flieger zu seiner 10:40 Stunden langen und 9540 km langen Reise ab. Über Siegen und Bayreuth, Prag, Wien, Budapest, Tirgu Mures, Sighisoara und Brasov in Rumänien, weiter über das Schwarze Meer, die östliche Türkei hinein in den Iran (Täbris) bis zum Kaspischen Meer. Später dann der Flug über Kandahar in Afghanistan und seinen Nachbarn Pakistan. Weiter über den indischen Subkontinent. Und dann dem Ziel sehr nahe: Myanmar und dem Einflug in den thailändischen Luftraum.

39000ft oder 11890m betrug die Reiseflughöhe. Insbesondere über dem Iran und Pakistan ging es schnell voran, weil ein kräftiger Rückenwind von teilweise 170 km/h vorherrschte, was zu einer Geschwindigkeit von fast 1000 km/h über Grund führte. Pünktlich um 07:15 Ortszeit (indonesische Zeitzone = + 6h gegenüber deutscher Zeit) landeten wir auf dem Internationalen Airport von Bangkok.

Michael Guin, mein kanadischer Freund, den ich Rom kennengelernt habe, holte mich am internationalen Flughafen in Bangkok ab. Gemeinsam gingen wir erstmal im Flughafen frühstücken. Er selbst hatte bei einem Cousin in Bangkok nicht gerade komfortabel übernachtet und fühlte sich, ob der frühen Stunde auch noch im Aufwach-Modus. Im Gegensatz zu deutschen Flughäfen befand sich hier im Tiefgeschoss ein sogenannter Food-Court, ein Restaurant, in dem man sehr billig essen und trinken kann. Hier fand somit meine erste Begegnung mit thailändischen Speisen statt – eine sehr angenehme Erfahrung.

Später fand dann eine Enführung in die umfangreichen öffentlichen Transportmittel Bangkoks statt. Mit dem eiskalten Skytrain fuhren wir dann zu unserem Hotel, mitten in der Stadt gelegen, unweit des berühmten Einkaufszentrums MBK. Mit anderen Worten: Shopping war angesagt. Michael war auf der Suche nach einem neuen Touchscreen für sein iPad, ich brauchte eine Sim-Karte. Nebenbei checkte ich die Preise für Smartphones, die zwar etwas preiswerter als in Deutschland sind, aber immer noch viel zu teuer sind, sofern man ein aktuell angesagtes Phone haben möchte. Was Kleidung betrifft, so kann man tatsächlich billig einkaufen – bekommt aber auch billiges, langweiliges Einheitsdesign bzw. -qualität. Nichts spannendes also. Möchte man etwas Gutes, so hat auch das hier seinen ganz normalen Preis.

Am nächsten Tag gab’s dann eine kleine Sightseeingtour. Als erstes war der der Wat Traimit auf der Liste.

Knapp vier Kilometer führte ich Michael quer durch die Gassen, entlang nicht enden wollender Streetfood-Stände (ich hätte mich hier rund essen können), über Plätze und Brücken und durch verwinkelte Nebengassen zum Wat Traimit.

Die Attraktion ist hier zweifellos die die 3m große und 5,5t schwere funkelnde Buddha Statue aus massivem Gold. Die Figur wurde erst vor 40 Jahren unter einer Gipsschicht entdeckt, als sie bei einem Umzug in ein neues Gebäude von einem Kran fiel. Man geht davon aus, dass der Gipsüberzug aufgetragen wurde, um die Statue vor Plünderen in der späten Sukhothai-Phase zu schützen. Der Tempel selbst stammt wohl aus dem 13.Jh. wurde aber durch Spendengelder in einen opulenten Marmorbau umgewandelt.

Eigentlich sollte das Highlight des heutigen Tages der Königspalast sein. Von der nahe gelegenen Bootshaltestelle fuhren wir mit dem Boot den Chao Phraya River hinauf. Unterwegs hatte man zum Teil einen kleinen Einblick in das noch „dörfliche, ursprüngliche“ Leben Bangkoks.

Angesichts des Todes des thailänischen Königs Bhumibol Adulyadej am 13.10.16 und der immer noch währenden Trauerzeit des Volkes herrschte hier ein dermaßen großen Andrang, dass Michael und ich beschlossen diesen Besuch auszulassen. Statt dessen fand ein kurzer Spaziergang zum Wat Pho statt, wo man gut und gern etwas Zeit auf der großzügigen Tempelanlage verbringen kann. Hier findet man übrigens den größten liegenden Buddha Bangkoks, eine umfangreiche Sammlung von Buddha-Abbildungen und das älteste Zentrum für öffentliche Lehre des Landes.

Der liegende Buddha ist mit 46 m Länge und 15 m Höhe imposant anzusehen. Er symbolisiert Buddhas Eintreten ins Nirwana. Im Innern besteht er aus Ziegelsteinen , die Außenfläche ist mit Gips verputzt sowie mit Blattgold überzogen. Perlmutt schmückt seine Füße.

Im Tempel werden bis heute thailändische Massagetechniken und Kräutermedizin gelehrt.

Inzwischen war es Nachmittag geworden, Zeit für eine Pause in einem kleinen Café gegenüber des Tempels. Eiskaltes Bier für Michael und einen Bananenshake für mich. Ein günstiger Moment, um mit dem Schreiben der ersten Postkarten zu beginnen. Danach ging’s mit dem Tuk-Tuk zurück ins Hotel.

Den Rest des Tages verbrachten wir dann in Gemütlichkeit, sprich Siesta und der Wahl unseres Dinners.

Am nächsten Tag wollte mir Michael dann auf jeden Fall in der Frühe den „sagenhaften“ Sonntags-JJ Market“ zeigen. Ein riesiges Areal, teils im Freien teils in Malls untergebracht. Hier gibt es in der Tat nichts, was nicht gibt. Letztlich aber entstand bei mir das Gefühl und der Gedanke: ‚Abertausende Artikel, die der Mensch nicht braucht!‘ Hier sah ich aber auch die ersten Stände, die frittierte Insekten zum essen anboten. Allerdings: So spontan, ohne Vorbereitung auf diese für Europäer fragwürdige Speise  konnte ich mich nicht für eine Kostprobe hinreissen lassen.

Und als ob wir heute nicht schon genug an Marktständen gesehen hätten, abends ging es zu einem Nachtmarkt. Die gute Nachricht: wieder mal eine kleine Bootstour und am Ende wartete ein köstliches indisches Restaurant.

 

Szenenwechsel: In Pattaya hat Michael eine Eigentumswohnung im 31. Stockwerk eines 41-stöckigen Hochhauses [Anm.: Gruß an Marion 😉 ]. Dorthin fuhren wir mit dem Bus, eine 2-stündige Reise.

Mit dem Motorradtaxi legten wir die letzten Kilometer vom Busbahnhof zu seiner Unterkunft zurück. Für 3 Tage war ich hier zu Gast.

Viel habe ich über Pattaya in der Vergangenheit gehört, gelesen und im TV gesehen. Alles gelogen! Es ist viel schlimmer! Oh Gott, jeder kennt Sodom und Gomorrha?! So in etwa stelle ich diese Szenerie vor. Sobald man sich der Stadt nähert nehmen Geräusche vielfältigster Art zu: Motorlärm, Spielbuden, Ramsch und Kitsch, Straßenstrich (Männlein wie Weiblein und alles was dazwischen passt), Lichtreklame ohne Ende, Werbeplakate so groß und dicht neben einander, dass man sie kaum zu unterscheiden weiß und natürlich die viel berühmte Walking Street, die das Zentrum des Molochs ausmacht. Wir waren früh dran, so dass das Spektakel vergleichsweise mild ausfiel. Nichtsdestotrotz, Michael überredete mich in die GoGo Bar ‚Windmill‘ zu gehen. Wie zu erwarten gaben sich komplett nackte Mädels der Hoffnung hin durch Popo-Wackeln und lasziv über die Lippen leckend ein Scheinchen zu ergattern oder gar zu einem Drink eingeladen zu werden. An ovalen Tresen sitzend, sein Bier für 70 THB (1,90 €) – sauteuer für Thailand – süppelnd und vor einem, keine 30cm vom Gesicht entfernt, werden die Beine breitgemacht, Mir gegenüber, ein Herr in den 70ern, vertieft sich vergnügt wortwörtlich in den dargebotenen Tiefen dieses Universums. Naja, jedem das seine.

Nach Michaels Appetithäppchen ging’s dann an’s echte Futter – thailändische Küche vom Feinsten

Nach einer erholsamen Nacht in luftiger Höhe besuchten wir den Chaolem Park, auf dem Pattaya Hill inmitten der Stadt gelegen.Man erreicht den Aussichtspunkt zu Fuß in 5 Minuten von der Walking Street aus, allerdings ist dies sehr schweisstreibend. Besser hatte ich es: Michael brachte mich mit seinem Motorroller hierher. Überhaupt erweist sich so ein Gefährt als sehr nützlich in SE-Asien. Neben einem tollen Blick über die Stadt findet man auch hier ein Big Buddha.

Im Weiteren schaute ich mich dann um, wo man eine schöne Thai-Massage bekommen könnte. Michael empfahl mir die städtische Massageschule. Und so machten wir uns beide dorthin auf und genossen eine 1-stündige traditionelle Thaimassage für sage und schreibe 100 THB = 2,70€! Und weil ich nun schon im Rausch der Entspannung und Wellness war, gleich anschließend noch eine Mani- und Pediküre für 300 THB = 8,00 €. Am nächste Tag wartete dann eine 1-stündige Ölmassage auf mich für 400 THB = 10,60€. Das sind Wellnesspreise, da träumt man von.

Es kam die Zeit, dass wir auch Pattaya verließen. Wieder zunächst zurück nach Bangkok, wo Michael sein beantragtes Brasilianisches Visum abholten mußte. Anschließend zum Domestic-Airport von Bangkok, um mit Air Asia (A320) nach Roi Et zu fliegen (1 Stunde Flugzeit). Hier erwartete uns Michaels Frau Kim. Mit dem Auto fuhren wir dann noch 20 Minuten zu seinem Haus in  At Sawat. Im eigenen Gästehaus verbrachte ich die weiteren 3 Tage, welche ziemlich entspannt und ruhig verliefen. Lange schlafen, gutes Essen und die Zeit mit der gesamten Familie verbringen. Mir zu Ehren wurde dann auch noch ein phantastisches Barbecue veranstaltet. Im Rahmen dessen hatte ich dann endlich die Chance Insekten probieren zu können. Und, wie man im Video hört und sieht: sie schmecken unglaublich gut.

Als energetischen Ausgleich hatte ich das Vergnügen Michael und seine Frau in ein ungewöhnliches Restaurant, direkt am Fluss gelegen, einladen zu dürfen. Frisches Seafood, direkt lebend aus dem Fluss gefischt wurde uns hier aufgetischt.

 

Am 4.12.16 brach ich dann nach Chiang Mai auf. Knapp 700 km Strecke im Nachtbus ab Roi Et. Der Service in den Überlandbussen erinnnerte mich an alte, längst vergangene Zeiten in Deutschland. Hier findet man wieder die Busbegleiterin mit ihrem charmanten Lächeln, die sich um die Fahrkartenkontrolle, die Platzanweisung kümmert. Man bekommt Getränke, kleine Snacks und eine wärmende Decke. Man wird persönlich angesprochen, wenn man kurz vor seinem Ziel ist, auf dass man sich mit einem Erfrischungstuch reinigen kann und Zeit zum wach werden hat. Auch der Sitzkomfort ist erstaunlich gut: weite Sitzabstände breite Fußstützen, die Rückenlehnen lassen sich überraschend weit nach hinten legen.

Alles in allem erreichte ich Chiang Mai um 8:00 morgens also in recht guten Zustand. So gut, dass ich auf einen motorisierten Transport verzichtete und die rund 4,5 km zwischen Busbahnhof und Hostel zu Fuß zurücklegte. Da der Check-In im Hostel ohnehin erst ab 14:00 Uhr angesagt war, passte dieser Umstand gut. Auf diese Weise sah ich mir gleich die Stadt außerhalb des touristischen Zentrums an. Der Stadtkern wird umrandet von einem quadratischen Wassergraben. Gleich beim Eintritt empfängt einen der Wat Dok Eunag. Einer von unzähligen Tempeln in dieser Stadt. Ich glaube etwas von an die 30 Tempel gehört zu haben.

Am gleichen Abend fand ein riesiger Sonntags-Nachtmarkt statt. Fazit: Same, same but different. Auch hier wurde wieder versucht allerlei Unnützes an den Touristen zu bringen. Am interessantesten sind nach wie vor die Speisen, die teilweise  sehr originell und farbenfroh angeboten werden.

In den ächsten Tagen sah ich weitere Tempel, so den Wat Lok Molee und Wat Phra Singh, welcher gleich next door zu meinem Hostel lag.
Es handelt sich dabei um einen buddhistischen Königstempel. Seine weitreichende Bedeutung erhält der Tempel durch den Phra Phuttha Sihing, eine Buddha-Statue, deren genaue Herkunft ungewiss ist. Einer Legende nach soll er dem „Löwen der Shakyas“ ähneln, einer verlorenen Statue aus dem Mahabodhi-Tempel in Bodhgaya in Indien. Er soll dann über Sri Lanka nach Ligor (das heutige Nakhon Si Thammarat) gelangt sein, von dort aus nach Ayutthaya bevor er nach Chiang Mai gebracht wurde. Im thailändischen Volksglauben wird der Wat Phra Singh mit dem chinesischen Tierkreiszeichen des Drachen in Verbindung gebracht. Im Jahr des Drachen Geborene pilgern daher gerne hierher.

Der Wat Lok Moli ist ebenfalls ein buddhistischer Tempel (wenngleich ich meine auch einige hinduistische Figuren gefunden zu haben). Sein Gründungsdatum ist unbekannt, 1367 wird er aber zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Der 6. König der Mengrai-Dynasty des Lanna-Königreiches lud eine Gruppe von 10 Mönchen aus Burma in sein Land ein, um hier ihre Lehre des Theravada-Buddhismus zu verbreiten. Die Mönche lebten in diesem Tempel. König Ket Chettharat ordnete 1527 die Errichtung des Chedi, im Jahr 1545 den Bau der großen Gebetshalle (Viharn) an.

Der heute in unverputzten Ziegelsteinen gehaltene Chedi hebt sich von den zahlreichen, häufig frisch verputzten, gestrichenen oder vergoldeten Bauwerken Chiang Mais ab. Weitere Eigenheiten des Tempels sind die Feinheit der Naga-Skulpturen und der aus Edelhölzern gestalteten Viharn und die Tatsache, dass dieser entlang einer Nord-Süd-Achse ausgerichtet ist – die meisten buddhistischen Tempel sind nach Osten, in das Licht der aufgehenden Sonne orientiert.

Highlight war aber zweifelsfrei des Wat Phrathat Doi Suthep. Dieser Tempel stellt das Wahrzeichen Chiang Mais dar, liegt aber 15 km außerhalb des Stadtzentrum. Besonders bekannt ist die vergoldete Chedi, die eine Reliquie des Buddha enthalten soll. Die Tempelanlage selbst erreicht man über eine langgezogene Naga-Treppe (306 Stufen!), deren Geländer mit Schlangen (Naga) verziert sind. Treppen dieser Art sind in Lanna-Tempeln häufig zu sehen. Diese Treppe wurde im 16. Jahrhundert von einem gewissen „Phra Mekuti“ erbaut.

Gleichzeitig befindet sich der Tempel an den Hängen des Doi-Suthep-Berges im Nationalpark Doi Suthep-Pui. Der 261,06 km² große Park wurde 1981 als der 24. Nationalpark Thailands eröffnet.

Um die Gründung des Wat Doi Suthep ranken sich Legenden. Eine besagt, dass im Jahr 1371 der Mönch Sumana aus Sukhothai eine Reliquie des Buddha mitbrachte, die im Wat Suan Dok in der dortigen Chedi verwahrt werden sollte. Jedoch teilte sich plötzlich die Reliquie. Es erschien nicht verheissungsvoll, nun beide Teile dort aufzubewahren. Also befestigte man den zweiten Teil auf dem Rücken eines Weißen Elefanten, der danach frei gelassen wurde. Der Elefant steuerte direkt den Berg Doi Suthep an, und nach einer dreitägigen Wanderung, auf der er dreimal Rast machte, gelangte er an einen Felsvorsprung, unter dem der Einsiedler Wasuthep lebte. Dort trompetete der Elefant dreimal, kniete nieder und verendete. So gab es keinen Zweifel, dass hier der Platz sei, einen Tempel zu bauen, um die Reliquie zu verwahren.

Zuerst wurde eine 7 Meter hohe achteckige Chedi erbaut, welche mit vergoldeten Kupferplatten bedeckt ist, in dessen Innern die Reliquie platziert wurde. An den vier Ecken befinden sich filigrane Chat, zeremonielle Schirme im burmesischen Stil, deren würfelförmige Sockel mit goldenen Reliefs des mythologischen Elefanten Erawan und mythologischen siamesischen Löwen (Singha) verziert sind, das goldene Standrohr ist einem Bambusrohr nachempfunden. In der Regierungszeit von König Muang Kaeo wurde die Chedi 1525 auf eine Höhe von 16 Metern vergrößert und erhielt ihre heutige oktogonale Form mit einem Durchmesser am Sockel von 12 Metern. Eine Straße wurde erst 1935 zum Tempel gebaut. Dies geschah auf Initiative des berühmten Mönchs Khru Ba Srivichai.
Ein Wandelgang als eigentliches Heiligtum des Tempels wird von einer nach innen offenen Galerie umgeben, die 1806 in der Regierungszeit von König Chao Kawila erbaut wurde. An den vier Seiten wird die Galerie durch vier Gebäude unterbrochen, zwei Viharns und zwei kleineren Kapellen. Rechts und links neben dem Viharn der Südwestmauer befinden sich zwei Treppen, die den Zugang von der unteren zur oberen Terrasse bieten. An den Innenwänden des Wandelgangs befinden sich Wandmalereien aus neuerer Zeit, die das Leben des Buddha beschreiben. An den Innenwänden des südöstlichen Viharn befinden sich Wandmalereien, die die Legende der Gründung des Tempels beschreiben.

Hinter der Tempelanlage fand ich einen kleinen unscheinbaren Weg, der in den Wald hineinführte. Mein Navi sagte mir, dass der Weg an einem Wasserfall enden würde. Ein verlockender Hike also. Zwei Stunden lang führte mich der Weg durch eine Art Regenwald. Niemand begegnete mir – ich war also tatsächlich“off the beaten track“ . Am Ende – tatsächlich ein Wasserfall, nichts aufregendes, aber eine tolle Natur drum herum und ein kleines Bad im flachen Wasser war auch drin. Und das alles ganz für mich allein.

Auf dem Rückweg begegnete mir jedoch doch jemand, ein Spanier, der einen anderen Weg eingeschlagen hatte und nun auch wieder zurück zur Tempelanlage war. Er hatte sein Moped etwas oberhalb in einem kleinen Ökodorf abgestellt. Als er hörte, dass ich weiter bergauf zu den Hill Tribe Völkern wollte, bot er mir an mich dorthin zu bringen. Allerdings schafften wir es nur bis zur Hälfte des Weges, denn der Motor war doch zu schwach für 2 Personen nebst Rucksack. Also machte ich mich zu Fuß auf den weiteren Weg. Kurze Zeit später hielt ein Pickup neben mir und der Fahrer bot mir an mich auf der Ladefläche zu meinem Ziel zu bringen. Und wieder kam ich schneller voran als gedacht.

Im Dorf wollte ich eigentlich übernachten. Es stellte sich schnell heraus, das man daran aber nicht interessiert war. Immer wieder brachte man mich auf Nachfrage zu einer muslimischen Frau, die Handarbeiten verkaufte. Doch sie wehrte mein Anliegen stets ab. Ganz offensichtlich wollte sie keinen Mann in ihrem Haus haben. Ein junger Mann, der meine Bemühungen verfolgt hatte,  brachte mich mit seinem Moped zu einem Kiosk außerhalb des Ortes. Dort meinte man für die Übernachtung 3000 THB berechnen zu müssen, was ich mit einem Lächeln freundlich aber bestimmt ablehnte. Bei diesem Preis lohnte sich auch nicht der Versuch des Handelns. Letztlich schnappte ich mir einen der roten Taxi-Pickups und ließ mich zurück nach Chiang Mai bringen, um wieder in dem Hostel, welches ich am Morgen verlassen hatte, anzuklopfen.

Am nächsten Tag brachte mich der Greenbus von Chiang Mai nach Chiang Rai. Rund 2 Stunden mußte ich auf meine Abfahrt warten, weil die Busse zuvor ausgebucht waren. Ich beschloss die Zeit in einem nahe gelegenen Café  zu verbringen, wo ich Kevin, einen Australier in den 70ern, antraf. Leicht kamen wir ins Gespräch und so verflog die Wartezeit quasi im Fluge. Die Reise dauerte fast 3 Stunden.

Unterwegs buchte ich meine Unterkunft etwas außerhalb der Stadt, denn auf City hatte ich nach Chiang Mai keine Lust. Wie mit den Tempeln, so ist es auch mit den Städten: kennt man eine – kennt man alle. Ich suchte etwas ländlich Gelegenes – und fand es. 4,5 km außerhalb fand ich im Milin Guesthaus einen wunderbaren Platz zum Entspannen. Ein super freundlicher junger Gastgeber, Manosit, mit seiner Familie hieß mich willkommen und führte mich in einen gemütlichen 4-Bett-„Schlafsaal“, welchen ich mir mir Oskar, einem Mongolen teilte. Nie kam ich dahinter, ob Oskar sein Spitz- oder wirklicher Name war. Ich denke eher an einen Spitznamen.

In einer Seitenstraße liegt das Hostel (eine Kombination aus Hostel mit dem Angebot auch private Zimmer mieten zu können). Selten habe ich in einem so bequemen großen Bett geschlafen. Eine großzüge überdachte, schattenspendende Terrasse, die auch in kleinem Umfang als Restaurant genutzt wird, ein großer Garten mit mehreren Sitzgruppen, fließend kaltes und warmes Wasser, kostenlos wird frisches Wasser, Kaffee, Tee und Obst angeboten. Ein kleines aber feines Frühstück ist im Preis inbegriffen, Wäscheservice, kostenloser Shuttleservice in die Stadt, ein Minimarkt und mehrere Thai-Streetfood-Stände 100 m weiter. Ein sehr preiswertes und gutes Restaurant ist 200 m entfernt.

Gleich nach meiner Ankunft fuhr mich mein Gastgeber zum Weißen Tempel, der Hauptattraktion in Chiang Rai. Beim Wat Rong Khun handelt es sich um eine buddhistisch-hinduistische Tempelanlage deren Bau begann 1997 begann und bis heute noch nicht fertiggestellt ist.

Die Konzeption des Tempels geht auf den thailändischen Architekten Chalermchai Kositpipat zurück. Durch die weiße Farbe der Mauern und vieler Fenster wirkt der Tempel ungewöhnlich. Weiß ist eine traditionelle Farbe der Trauer in Thailand, hier aber wird sie als Buddhas Reinheit interpretiert und im Glas als Buddhas Weisheit, die hell „über der Erde und dem Universum scheint“.

Eine Brücke symbolisiert den Übergang vom Zyklus der Wiedergeburt zum Raum Buddhas. Ein kleiner Halbkreis davor steht für die Welt des Menschen, während ein Kreis mit Fangzähnen für den Mund des Mara (Buddhismus), also die Herausforderungen des Lebens auf der Erde steht.

Leider war der Zugang zum Tempel an diesem Tag nicht möglich, so dass ich ihn nur von außen betrachten konnte. Im Innern befinden sich jedoch  Malereien des Ubosots, und die Versammlungshalle der Mönche, ist in goldenem Ton gehalten. Die Wände, der Fußboden und die Decke zeigen Anspielungen auf die Versuchungen, die vor dem, die Welt überwindenden Zustand stehen. Auf dem Dach sind vier Kreaturen zu sehen, die die Elemente Erde (Elefant), Wind (Schwan), Wasser (Naga) und Feuer (Löwe) repräsentieren.

Seit 1996 arbeitete Chalermchai freiwillig kostenlos an der Schaffung des Tempels; er sah es als Opfer an Buddha. Später änderte er seine Pläne, als er sah, dass Wat Rong Khun eine wichtige Rolle spielen könne, um sowohl Einheimische als auch Touristen anzuziehen.

Aktuell sind erst ungefähr 20 Prozent der geplanten Anlage gebaut. Als Datum für die komplette Fertigstellung wird das Jahr 2070 geschätzt. Der Bau wird dabei ausschließlich durch Spenden finanziert. Um unabhängig von Großspendern zu sein, hat Chalermchai eine maximale Spendensumme von 10.000 THB (etwa 250 Euro) festgelegt.

Durch ein Erdbeben der Stärke 6,3 am 5. Mai 2014 mit dem Epizentrum in der Provinz Chiang Rai wurden die Gebäude des Tempels, besonders Wandmalereien im Innern, stark beschädigt. Künstler Chalermchai Kositpipat befürchtete zunächst, dass der Tempel auf Dauer geschlossen werden muss. Nachdem ihn jedoch viele Menschen darin bestärkten, entschloss sich Chalermchai, den Tempel wieder zu restaurieren.

Mein Gastgeber empfahl mir eine Bootstour zu den Hot Springs bei Pha Soet. Also ließ ich mich zum Bootsanlager in Chiang Rai fahren. Laut Telefonat zuvor, sollte die Tour 1200 THB kosten. Am nächsten Tag waren es dann nur noch 900 THB. Als ich am Anleger ankam offerierte man mir 240 THB für eine Hin- und Rückfahrt plus 200 THB für 2 Stunden Wartezeit an den Hot Springs. Wir einigten uns auf 400 THB. Mit ein paar anderen Fahrgästen bestieg ich also eines der ziemlich schnellen Langboote. Erster Stop war ein Elefantencamp. Aufenthalt 15 Minuten.
Die Geschichte dahinter: Früher wurden die Elefanten beim Roden des Waldes benötigt, um die Baumstämme aus dem Wald zu ziehen. Später erkannte man den Fehler des Rodens und stelle dieses Unternehmen ein. Folge: Man brauchte keine Elefanten mehr. Heute bekommen die Elefanten ihr Gnadenbrot in einem dieser Camps. Touristen haben die Möglichkeit einen 30-minütigen Ritt auf den Tieren zu unternehmen. Aber gerne werden auch einfach nur Spenden entgegengenommen bzw. der Erlös aus dem Verkauf von Speisen und Getränken wird zum Teil in die Haltung und Pflege der Tiere investiert. Ich bin nicht geritten, habe aber die Gelegenheit genutzt, um die Tiere zu streicheln. Und – ich hatte den Eindruck, sie haben es gemocht.

Die nächste Station waren dann die Hot Springs. Nie im Leben wäre ich darauf gekommen ausgerechnet in Thailand heiße Quellen anzutreffen. Doch neben Pong Phra Bat und Huai Hin Fon besitzt die Provinz Chiang Rai eine Reihe von heißen Quellen, die es zusammen mit der Provinz Chiang Mai zu einer der geothermisch aktivsten thailändischen Provinzen machen.

Der Ort selbst ist recht unspektakulär. Im Zentrum findet man eingezäunt die eigentlich Quelle mit ein paar Informationen zur Tempratur und dem Mineralgehalt. Gleich dahinter ist ein kleiner öffentlicher Pool installiert. Wer es privater möchte kann auch eines der kleineren Bäder aufsuchen. Wie in eine riesige Badewanne wird das Wasser eingelassen und man kann dann auf gefliesten Stufen sitzend die Wärme genießen. Wer es ganz simple möchte, der nimmt einfach auf einer langen Bank Platz und taucht seine Füße in eine Rinne mit dem warmen Wasser. Derjenige der sich dem ganzen Programm hingeben möchte, kann sich unter freiem Himmel zusätzlich einer traditionellen Thai-Massage hingeben. In der nächsten Umgebung findet man verschiedene kleine Restaurants für das leibliche Wohl.

Nach 2 Stunden weckte ich meinen Bootsführer, der inzwischen ein Nickerchen gehalten hatte. Nachdem wir noch zwei weitere Passagiere am Elefantencamp abgeholt hatten, gab es noch einen kurzen Halt an der Buddha Cave. Hierbei handelt es sich um eine kleine Höhle, in der man einen einsamen Mönch antrifft, der seine Gebete an die zahlreichen Buddha-Statuen im Innern der Höhle richtet. Der Tempel war im frühen 20. Jh. eines von mehren Zielen in der Region von König Rama V.

Hier ein selbstgedrehter Film, der die gesamte Flussfahrt dokumenentiert – ich finde es lohnt sich ihn anzuschauen.

Die restliche Zeit in Chiang Rai habe ich ruhig verstreichen lassen. Ich habe an dieser Homepage gearbeitet, ganz viele Bilder sortiert und bearbeitet, mich mit anderen Gästen unterhalten.
Aber auch hier, an diesem beschaulichen Fleck kommt auch mal die Zeit der Weiterreise. Ayutthaya, die ehemalige Hauptstadt Thailands, heißt das Ziel.
Die Anreise? Mit dem Flugzeug nach Bangkok Don Muang, dort in den Zug nach Ayutthaya.
Der Flug mit Air Asia (A320-200). Nicht besonders spektakulär. Ganz anderes die Weiterfahrt mit dem Zug, welcher direkt vor dem Flughafen abfährt. In der 3. Klasse (Holzklasse) kostet die rund 50 km lange und 1,5-stündige  Reise gerade mal 13 THB = 0,30 €. Hier fährt jedermann und man transportiert auch alles. Von riesigen Tragetaschen bis zu Hühnern. Unterwegs werden alle möglichen Dinge zum Verkauf angeboten, Speisen, Getränke, Hängematten, Gebrauchsartikel. Offene Fenster, und an der Decke installierte Ventilatoren sorgen für Frischluft.

In Ayutthaya angekommen ging’s zunächst mal über den Fluss, um in die Innenstadt zu gelangen. 5 THB = 0,10 € waren im Vergleich zur Zugfahrt verdammt teuer.

Und auf der anderen Seite erwartet einen ein riesiger Markt.

Am nächsten Tag stand dann Sightseeing auf dem Programm. Erster Punkr war Wat Mahathat.

Durch einen schönen Park spazierend erreichte ich danach Wat Pra Si Sanphet.

 

Am Ende stand dann noch das Wat Chaiwattanaram. Hier angekommen empfing mich eine besondere Energie. Das erste Mal, dass ich eine buddhistische Tempelanlage mit einer gewissen Ehrfurcht betrat. Die spirituelle Energie ist hier noch immer erhalten, obwohl die Anlage seit 1767 nicht mehr benutzt wird und heute nur die Touristen staunend durch die Anlage spazieren.

Lopburi wurde mir von Manosit, meinem Gastgeber in Chiang Rai, empfohlen. Warum? a) es ist seine Heimatstadt, b) die Stadt ist berühmt für seine „Affenbande“ rund um die Phra Kan Shrine – Tempelanlage . Die Stadt an sich hat nicht wirklich viel zu bieten. Hier findet man nur einige ziemlich herunter gekommene Khmer Tempel, das war’s dann auch schon.

Phra Kan Shrine und seine „Affenbande“

Lopburi war auch zugleich die letzte Station in Thailand. Mit dem Minibus ging’s dann zurück nach Bangkok, von wo aus mich der Nachtbus nach Pakse in Laos brachte.


März 2017, zurück in Thailand, aus Kambodscha kommend!

Für die letzte Etappe vor dem Heimflug nach Deutschland – von Bangkok aus, hatte ich mir den Südwesten Thailands vorgenommen.  14 Tage standen mir noch zur Verfügung.  Nachdem ich den SE des Landes mit Michael Guin besucht hatte, war ich jetzt auf den SW gespannt – schließlich steht dieser Teil des Landes für eine tolle Inselwelt.

Von Siem Reap kommend landete ich in Phuket – der Touristen-Hochburg schlechthin. „Traumatisiert“ von Pattaya hat ich nur einen Wunsch, so schnell wie möglich raus aus der Stadt und mit dem  Schnellboot, – kurzer Halt auf Koh Phi Phi – nach Koh Lanta. Dort wartete nämlich bereits Cornel auf mich, der seit Anfang des Jahres 2017 ebenfalls ein Nomadenleben (Digital Nomad) führt. Hier der Link zu seinem MacBookGyver-Blog.

Auf Koh Phi Phi musste ich umsteigen. Um ehrlich zu sein: ich war froh, die Gesellschaft der sternhagel-vollen Passagiere hinter mir lassen zu können. Viele kamen bereits betrunken in Pukhet an Bord und gaben sich in der kommenden Stunde den Rest – mit dem Erfolg, dass die meisten eher vom Boot fielen anstatt aufrechten Ganges an Land zu gehen. Einen von ihnen traf sozusagen der Schlag. Die Hitze, die ungeschützte Sonneneinstrahlung auf des Kopf, der Alkohol, das Schwanken des Bootes – das alles war zu viel für ihn. Sich übergebend brach er auf dem Landungssteg zusammen. Ich habe mir sagen lassen, dass das Hospital hauptsächlich solche Patienten hat. Ein Traveller berichtete davon, dass es eigentlich keine Ruhezone auf Koh Phi Phi gibt. Tag und Nacht wird die Insel derart beschallt, dass selbst am entlegensten Ende Nachtruhe so gut wie ausgeschlossen ist.

Nach einer Stunde Wartezeit ging’s mit dem nächsten Boot weiter nach Koh Lanta. Hier gefiel es mir so gut, dass ich volle7 Tage (17. bis 23.3.17) dort verbrachte. Das erste Treffen mit Cornel gestaltete sich jedoch schwierig. Die Ursache: Es gibt auf Koh Lanta zwei Resorts mit dem gleichen Namen. Der kleine aber wesentliche Unterschied lag in dem Zusatz „und Spa“. Nichts ahnend buchte ich prompt die falsche Unterkunft. Kein Wunder, dass ich Cornel dort nicht antraf. Bis wir beide diesen Umstand herausgefunden hatten, war es dunkel geworden. Nach einem gemeinsamen Abendessen fuhr ich zu Cornels Unterkunft und fand diese Anlage wesentlich schöner als meinen Ort. Glücklicherweise hatte mein Gastgeber Verständnis für die Situation und entließ mich aus meinem Buchungsvertrag. Am nächsten Tag zog ich dann in mein neues Domizil ein.

Im Receptionsbereich konnte ich die Futterbeschaffung der Ameisen verfolgen. In den Tropen verkommt nichts. Für alles gibt es dankbare, hungrige und aufmerksame „Entsorgungsunternehmen“.

Am nächsten Tag: gemeinsamener Ausflug in den SE der Insel. Im Restaurant „Panorama“ gibt es den inselbesten Kaffee.

Auch auf einen Besuch im inseleigenen Nationalpark wollten wir nicht verzichten. Solange wir mit dem Motorroller unterwegs waren, war alles gut. Zu Fuß den Nationalpark zu erkunden, war, ob der Hitze, eine echte Herausforderung. Auf der Touristenkarte, die am Eingang ausgehändigt wurde, war zwar die Wegführung zu erkennen, nicht aber die Tatsache, dass der Weg auf und ab über diverse Hügel führt. Mit anderen Worten: es wurde eine echte schweißtreibende Wanderung.

Tage später, Cornel war inzwischen nach Krabi abgereist, wurde es plötzlich sehr windig. Dichte Wolken kamen auf und so manche Fahrt mit dem Roller endete mit Regen und einer deutlichen Abkühlung.

Am 23.3.17 flog ich mit NOK-Air von Krabi nach Bangkok (DMK), wo Chai, ein thailändischer Freund auf mich wartete. NOK Air gehört auch zu den Billigfliegern. Umso erstaunter war ich über den Service-Unterschied zu Air Asia. NOK Air zeichnete sich dadurch aus, dass es a) echtes WLAN an Bord gab und b) ein kleiner aber sehr liebevoll verpackter Snack serviert wurde.

Chai hatte ich zuvor über das Internet kennengelernt. Am Ende lud er mich zu sich in Bang Pa-In ein, wo ich für 2 Tage seine Gastfreundschaft genoss. In dieser Zeit führte er mich zu verschiedenen toll gelegenen Restaurants, wir genossen den Sonnenuntergang und er zeigte mir den ehemaligen Königspalast.

Palastbesuch 24.3.17

Der König Prasat Thong wurde hier geboren, er ließ hier auch einen buddhistischen Tempel und am Ufer eines kleinen Sees ein kleines Schloss errichten, die den Königen von Ayutthaya als Sommerresidenz diente. Die Anlagen wurden seit der Vernichtung von Ayutthaya im Jahr 1767 nicht mehr genutzt und verfielen. Erst König Mongkut (Rama IV.)entdeckte den Platz wieder und ließ einen neuen Palast bauen.

König Chulalongkorn (Rama V., reg. 1868–1910) nutzte die Sommerresidenz ebenfalls. In der Anlage befindet sich ein Denkmal zu Ehren Königin Sunandha Kumariratana die 1880er Jahre in der Nonthaburi Provinz am Wat Goo ( früherer Name Wat Lang Suan ) während eines Bootsausflugs mit ihrer Tochter über Bord gerissen wurde. Königin Sunandha Kumariratana war zu dieser Zeit im 5 Monat schwanger. Beide ertranken, weil niemand zu Hilfe kommen konnte, denn es galt noch das jahrhundertealte Berührungsverbot von Angehörigen der königlichen Familie durch Untertanen. König Chulalongkorn hob kurze Zeit später dieses Tabu offiziell auf.

Heute werden die erweiterten Anlagen von König Bhumibol Adulyadej (Rama IX.) gerne bei Staatsempfängen genutzt.

Die Anlage ist in einen äußeren und einen inneren Bereich gegliedert. Der äußere Bereich war bereits früher frei zugänglich, während der innere Bereich der königlichen Familie vorbehalten blieb. Die meisten der heute zugänglichen Bauten stammen aus den Jahren 1872 bis 1889 und wurden von König Chulalongkorn (Rama V.) erbaut. Die Anlage umfasst:

  • Äußerer Bereich
    • Saphakhan Ratchaprayun – 1879 im Kolonialstil errichtetes Gebäude, das früher von den Brüdern Chulalongkorns und deren Angehörigen genutzt wurde.
    • Wat Chumphon Nikayaram – der einzige aus der Zeit Prasat Thongs erhalten gebliebene Bau mit zwei Chedis
    • Phra Thinang Aisawan Thippayat – in siamesischem Stil 1876 errichtete Kopie des Phra Thinang Amphon Phimok Prasat-Pavillons in Bangkok; hier steht der Pavillon vollständig im Wasser des Chao Phraya; König Vajiravudh (Rama VI.) ließ hier später eine lebensgroße Bronzestatue seines Vaters aufstellen.
    • Phra Thinang Warophat Piman – Pavillon neueren Datums an der Stelle, an der König Mongkut einen Pavillon mit zwei Etagen errichten ließ; das heutige Gebäude ist ein 1876 fertiggestelltes neo-klassizistisches Gebäude und dient Zeremonien und Staatsempfängen. 1888 kam noch eine Gemäldegalerie dazu.
    • Hor Hem Monthian Thewarat – 1880 errichteter Schrein im Khmer-Stil, der an König Prasat Thong erinnert.
  • Innerer Bereich
    • Hor Withun Thatsana – 1881 unter Chulalongkorn errichteter Aussichtsturm, dessen Anlage an einen Leuchtturm erinnert; man hat von hier aus einen guten Überblick über die Palastanlage und das Umland von Bang Pa-in.
    • Phra Thinang Uthayan Phumisathian – ein 1877 errichtetes Gebäude im Stil eines Schweizer Chalets, das früher als Wohnsitz bei Hochwasser diente und 1938 fast völlig ausbrannte; lange waren nur die Ziegelfundamente zu sehen, bis Königin Sirikit 1996 das Bauwerk originalgetreu wiedererrichten ließ.
    • Phra Thinang Wehat Chamrun („Himmlisches Licht“) – zweistöckiger Palast in chinesischem Stil, der König Chulalongkorn 1889 von chinesischen Kaufleuten geschenkt wurde; er wurde während der kühlen Jahreszeit und in der Regenzeit genutzt. Das Baumaterial wurde aus China importiert.
    • Phra Tamnak Fai Nai – Wohnbereich der Palastdamen, von dem heute nur wenig übrig geblieben ist.

 

Einige Tage vor meinem Abflug nach Deutschland nahm ich die letzte Chance in Bangkok zum Besuch des „Damnoen Saduak Floating Market“ und des „Train Market“  wahr.

Der Floating Market ist ein sehr beliebtes touristisches Ziel, und damit leider sehr enttäuschend. Floaten tun hier eigentlich nur die Ruderboote, die zwischen den Ladenzeilen cruisen. Die Läden sind auf festen Untergründen aufgebaut und der Tourist wird mehr oder weniger zwangsweise an diesen Läden vorbei gelotst. Zu haben ist hier alles, was der Tourist so dringend braucht, wie einen Kropf. Nepp in Reinkultur. Die Farbenpracht, wie sie mir vom Mekongdelta in Erinnerung war, habe ich sehr vermisst.

Ganz anders dagegen der Maeklong Railway Market.  Der Zug, der diesen Markt durchquert verbindet über 67 km die Orte Wongwian Yai, Bangkok, und Samut Songkhram in C-Thailand. Berühmt geworden ist diese Linie dadurch, dass sie einen Markt durchquert. Die Händler offerieren ihre Waren ganz gewöhnlich unter weit ausladenden Sonnendächern. Dabei achten sie darauf, dass sie jeden Platz nutzen, d.h. man findet die Waren auch unmittelbar an den Schienen. Wenn sich ein Zug nähert, ertönt ein Warnsignal. Dann werden die Sonnendächer schnell zurückgezogen und man wartet die Passage ab, um anschließend die Sonnendächer gleich wieder auszubreiten. Das dabei Teile des Zuges über die ausgelegten Waren hinweggleiten, stört niemanden.

Flug von Bangkok nach Köln/Bonn 170330

Bangkok 180523_29
Krabi und Umgebung 180529_180605

Im Mai/Juni 2018 hat es mich erneut nach Thailand gezogen. Nachdem ich damals vorwiegend den Norden besuchte stand diesmal der Süden auf dem Programm. Wieder traf ich mich mit Michael Guin, diesmal in Krabi. Geenauer gesagt haben wir zwar in Krabi-Town gewohn, aber meistens sind wir mit dem Scooter ins 15 km entfernte Ao Nang gefahren.

Der Strand von Ao Nang ist herrlich und jetzt im Sommer ist das Wasser herrlich warm. Unweit von Ao Nang befindet sich der Fossile Shell Beach. Hier findet man versteinerte Muscheln und Schnecken.

Natürlich bieten sich auch Ausflüge zu den nahe gelegenen Inseln an. U.a. auch zu berühmten Railey-Beach, einer Halbinsel, die jedoch nur mit dem Boot zu erreichen ist.

Und dann haben wir zwei Bootstouren zu sechs verschiedenen Inseln bebucht.

Chicken-Island:

Hong Island:

Koh Bia:

Koh Tup

Paradise Beach:

Poda Island:

Und schließlich beschlossen wir noch den Tab Kak Hang Nak Hill Nature Trail aufzusuchen. Allerdings stellte sich heraus, dass die Anforderungen für Michael zu groß waren. Nach einem Viertel des Weges drehte er um, während ich allein weiter ging. ich war fasziniert von der Natur und am Ende erwarteten mich herrliche Viewpoints.

Nach einer Woche gemeinsamen Genießens hieß es dann wieder Abschied nehmen. Während Michael wieder zurück zu seiner Familie nach Roi Et flog, nahm ich den Mini-Van um noch ein einmal nach Koh Lanta zu fahren. Hier hat sich in den vergangenen 1,5 Jahren viel getan. Nicht unbedingt zum Vorteil der Insel. Der Nordteil war schon immer dem Kommerz ausgesetzt, und er ist es heute mehr denn je. Viele neue Geschäfte und vor allem Unterkünfte für die Touristen wurden bzw. werden gebaut. Die Hauptstrasse ist eine einzige Baustelle. Sie wird breiter gemacht, damit mehr Autos schneller voran kommen. Der mittlere Teil der Insel ist weiter islamisiert worden. Frauen sieht man hier meistens nur noch verschleiert bzw. mit der Burka. Der nördliche Part es Südens der Insel wird auch hier vom künftigen Tourismus leben, denn große Teile des Waldes wurden hier abgeholzt, um Platz für neue Bungalows und Resorts zu schaffen. Dennoch, der Süden der Insel im allgemeinen ist weiterhin sehr schön.

Koh Lanta 180605_12

Koh Samui 180612_18

Baan Taling Ngam 18-0613_15

Baan Hua Thanon 180613

Na Muang Waterfall 180613

Nature Trail zum Hin Lat Waterfall 180614

Tongyang Beach 180615

Secret Buddha Garden 180617