Vietnam

Von Luang Prabang flog ich am 22.1.17 nach Hanoi. Dort verbrachte ich lediglich eine Nacht, um dann weiter nach Da  Nang zu fliegen, wo ich mit Tho verabredet war. Tho hatte ich über das Internet kennengelernt. Im Laufe der Zeit sprach er dann eine Einladung zu sich nach Hause aus. Wir waren uns direkt sympathisch und ich blieb immerhin eine Woche bei ihm. In dieser Zeit zeigte er mir seine Welt.

Da Nang liegt am Delta des Flusses Han in Zentralvietnam. Die Stadt war während der französischen Kolonialherrschaft auch unter dem Namen Tourane bekannt. Sie hat etwa 1 Million Einwohner und ist nach Ho-Chi-Minh-Stadt, Hanoi und Hải Phòng die viertgrößte Stadt Vietnams. Ihr Naturhafen machte sie einst zu einem wichtigen Handelspunkt am Pazifischen Ozean.

Im Vietnamkrieg diente Da Nang als wichtige Marinebasis der Amerikaner. In jener Zeit entwickelte sich Da Nang zu einer der größten Städte in Südvietnam. Zu Beginn des Vietnamkrieges gingen 1965 die ersten US-Kampftruppen am China Beach südlich von Da Nang in Vietnam an Land. 

Kurz vor der Tet-Offensive wurde am 21. Januar 1968 von den Nordvietnamesen damit begonnen, die Festung Khe Sanh zu belagern (Schlacht um Khe Sanh).  Die etwa 6.000 eingekesselten Marines mussten über eine Luftbrücke versorgt werden. Die Dan Nang Air Base war der nördlichste Luftstützpunkt in Südvietnam und war daher für die Versorgungsflüge von großer Bedeutung. Am 30. März 1975 wurde die Stadt im Vietnamkrieg von kommunistischen Truppen eingenommen.

Da Nang hat ein tropisches Monsunklima mit zwei Jahreszeiten: eine lange Regenzeit von Mai bis Januar, sowie eine kurze Trockenzeit von Februar bis April. Die Temperaturen sind das ganze Jahr über hoch mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von 25,9 °C. Am wärmsten ist es zwischen Juni und August (33–34 °C im Tagesdurchschnitt) und am kältesten zwischen Dezember und Februar (18–19 °C).

Gleich am Ankunftstag führte mich Tho zum Goldenen Buddha, auch Lady Buddha genannt.
Hierbei handelt es sich um die  größte Marmor-Buddha-Statue in Vietnam, 14 km von Da Nang entfernt. Die Statue ist 67 m hoch und hat einen Durchmesser von 35 m. Das Gesicht ist der See zugewandt, die Augen schauen nach unten. Eine Hand wehrt Böses ab, die andere hält eine Flasche heiligen Wassers. Diese Statue wurde errichtet um die Seefahrer zu schützen. Innerhalb der Statue befinden sich 17 Stockwerke, jedes beherbergt einen Altar und eine weitere Buddha-Statue. Von der obersten Plattform hat man einen herrlichen Ausblick auf die Stadt Da Nang und die Umgebung.

Auf dem Gelände befinden sich außerdem zwei Pagoden, die Linh Ung Bai But Pagode und die Son Tra Pagode. Beide stellen eine harmonische Kombination zwischen vietnamesischer Tradition und Moderne dar.

Der nächste Tag führte uns nach Hoi An. Es war ein kalter und auch regnerischer Tag, so dass die Fahrt auf dem Moped nicht gerade ein tolles Vergnügen war.

Das reizende historische Hoi An ist Vietnams atmoshärischste Stadt. Einst ein wichtiger Hafen, prangt sie heute mit prächtiger Architektur in berauschender Lage am Flussufer. Von den Schattenseiten des 21. Jh.s wie Verkehr und Luftverschmutzung bekommt man hier so gut wie nichts mit.

In der Altstadt wurde ein ehemaliges Erbe aus wackeligen japanischen Kaufmannshäusern, chinesischen Tempeln und alten Teemagazinen erhalten und in stilvolle Restaurants, Weinbars und unzählige Schneidereien verwandelt. Dennoch hat sich das Leben unten am Markt und auf der angrenzenden Halbinsel An Hoi kaum verändert.

Seit die Altstadt von der UNESCO zur Welterbestätte ernannt wurde, muss man für die meisten historischen Gebäude Eintritt zahlen, um einen Beitrag zur Erhaltung der Bauwerke zu leisten.

In den 1590er Jahren baute die japanische Gemeinde hier die erste Brücke als Verbindung zu den chinesischen Vierteln auf der anderen Seite des Flusses. Wegen der Erdbebengefahr ist die hübsche kleine Brücke, ein Wahrzeichen Hoi Ans, sehr solide konstruiert. Ihre Verzierungen blieben dem schlichten japanischen Design  im Laufe der Jahrhunderte relativ treu.

Marble Mountains, 26.1.17

Zunächst ein wenig Landeskunde: Die Marble Mountains in Vietnam, die nur zu einem geringen Teil aus Marmor (= „marble“) und hauptsächlich aus schnödem Kalkstein bestehen, sind fünf einzeln stehende, wie dicke Finger geformte, bis zu 100 Meter hohe Felsen, die mitten aus der brettflachen Ebene Zentralvietnams und einem Meer von Häusern aufragen.

Jeder der fünf Felsen steht für eines der fünf Elemente, alle zusammen sollen die Schalenreste eines Dracheneis sein. Und nur einer – der Wasserfelsen, aka Thuy Son – ist für Besucher zu betreten.

 

Hier wurde im Vietnamkrieg ein Geheimversteck des Vietcong in einer Höhle angelegt. Quasi genau unter den Nasen der Amerikaner deren Stützpunkt am China Beach in Da Nang praktisch in Hörweite lag.

Auf dem Parkplatz angekommen empfangen einen diverse Händler, die ihre Buddha-Statuen und ihren sonstigen Schmuck an den Touristen bringen wollen.
Während Tho ein stilles Örtchen aufsuchte, wagte ich einen Kaffee für uns zu bestellen. Die Besitzerin des Shops war gerade mitten in Arbeit als Tho zurückkam und meine Bestellung realisierte. Er fragte die Frau nach dem Preis und fuhr wie von der Tarantel gestochen auf die Frau los. Natürlich verstand ich nicht was er sagte, doch die Lautstärke und die Gesten verrieten eindeutig den Inhalt. Mich am Arm packend und wegzerrend, die fluchende Frau im Hintergrund sehend und hörend berichtete mir Tho von dem unverschämten Preis, den sie fordern wollte. Er lag in etwas bei 3-fachen des normalen Preises, was für mich immer noch spottbillig gewesen wäre, im Vergleich zu europäischen Kaffeepreisen. Schmunzelnd über seine Wut und seine Fürsorge, allerdings ohne Kaffee, machten wir uns auf den Weg zum Gipfel des Berges. Man kann sich auch mit einem Fahrstuhl auf den Gipfel bringen lassen, doch Tho kannte einen Fußweg, der zwar anstrengender aber auch schöner war.

Die Erwartung einer grandiosen Aussicht fiel eher ernüchternd aus. Aber im Schatten großer Bäume vorbei an einigen typischen knallbunten Pagoden im China-Stil, entdeckten wir bald den ersten Höhleneingang. Drinnen wurde es spannend: Hinter dem Buddha öffnete sich eine unbehauene Felsspalte, der wir mutig kraxelnd nach oben folgten – und plötzlich standen wir hoch oben auf dem Gipfel des Thuy Son, zwischen einigen knorrigen Büschen und am Ende eines Pfades, den wir wohl eigentlich hätten nehmen sollen.

Am Ende betraten wir die größte Tempelhöhle, Huyen Khong: hoch wie eine europäische Kathedrale und mit genauso gewölbter Decke, nur dass in dieser hier drei große Löcher klafften – angeblich von US-Bombern hineingeschossen. Durch die Löcher fielen drei Strahlen fahlen Sonnenlichts durch die stickige Höhlenluft, auf den glattgelaufenen Steinboden und auf eine winzige konfuzianistische Pagode (die bei näherem Ansehen tatsächlich winzig war – ihr Dach reichte mir gerade bis zur Stirn). Die Ruhe hier ist grandios.

Das chinesische Neujahrsfest kam immer näher. Die Firma, in der Tho arbeitete machte ferien. Mittlerweile hatten wir uns so weit angefreundet, um darüber zu sprechen, ob Tho und ich das neujahrsfest gemeinsam in saigan verbringen wollten. es bedurfte einger organisation, doch schließlich war es perfekt, am 27.1.17 (sozusagen am Silvester) flogen wir nach Ho Chi Minh City (Saigon). Für Tho schien es ein echtes Abenteuer zu werden. Allein der Flug schien für ihn eine Sensation zu sein. Mit einem Uber-taxi gin’s dann vom Flughafen ins Hotel, und dann, ab in den Silvestertrubel.

Lunar New Years Eve in HCMC 170127

Das chinesische Neujahrsfest gilt als der wichtigste chinesische Feiertag. Der Neujahrstag, dessen Termin nach dem traditionellen chinesischen Lunisolarkalender berechnet wird, fällt auf einen Neumond zwischen dem 21. Januar und dem 21. Februar. Das Jahr des Feuer-Hahns begann am 28. Januar 2017 und dauert bis zum 15. Februar 2018.

Aus finanziellen Gründen entfiel erstmal das traditionelle Feuerwerk. Es wurde ersetzt durch eine Lightshow am Rathaus von Saigon. Nichtsdestotrotz, die Leute waren gut gelaunt, und die Fußgängerzone war fantastisch dekoriert.

Eindrücke aus einem Chinesischen Tempel

Am Neujahrstag (28.1.17) gingen wir erstmal schön im „Fresco“ frühstücken.

Danach streiften wir durch die Stadt.
Die zwischen 1877 und 1883 erbaute Notre-Dame-Kathedrale ragt im Zentrum des Regierungsviertels romantisch in die Höhe. Die neoromanische Ziegelkirche mit zwei 40m hohen quadratischen Türmen scheint direkt aus der Normandie hierher versetzt worden zu sein.

Der farbenfrohe Mariamman-Hindu-Tempel gilt auch bei vielen Vietnamesen und Chinesen als heilig. Ja, der Tempel soll sogar Zauberkräfte besitzen. Er wurde gegen Ende des 19. Jh. erbaut und ist der Hindu-Göttin Mariamman gewidmet.

Die folgenden Bilder zeigen einige Impressionen aus dem Stadtleben.

Den besten Ausblick über die Stadt hat man natürlich vom Sky Deck des Bitexco Financial Towers. Mit einer Höhe von 265,5 m war er bei seiner Fertigstellung 2010 das höchste Gebäude in Vietnam. 2011 musste der Bitexco Financial Tower diesen Titel an den Hanoier Keangnam Hanoi Landmark Tower abgeben. In den ersten vier Stockwerken befindet sich ein frei zugängliches Einkaufszentrum und ein Kino.

Die Aussichtsetage Saigon Skydeck (49. Etage) ist täglich 9:30 bis 21:30 für einen Eintrittspreis von 200.000 VND (ca. 7,20 €) zugänglich. Der Zugang zum Café (50. Etage), zum Restaurant (51. Etage) und zur Bar (52. Etage) ist frei, wenn man mindestens ein Gericht oder Getränk dort bestellt, die jedoch als Mindestpreis von 100.000 VND (ca.4 Euro) haben. Die Plattform auf der 52. Etage dient als Hubschrauberlandeplatz.

Am 29.1.17 brachte uns der Bus von HCMC nach Dalat. Im Bus war es schweinekalt und die Liegesitze war in höchstem Maße unbequem.

Dalat ist das Gegenstück des vietnamesischen Tieflands. Statt tropischer Hitze herrschen hier frühlingshafte kühle Temperaturen. In der Stadt findet man elegante französische Kolonialvillen und auf den Feldern wachsen keine Reispflanzen, sondern Erdbeeren und Blumen.

Dieser Ort ist klein genug um Charme zu verströmen und die Landschaft ringsum lockt mit Seen, Wasserfällen, immergrünen Wäldern und Gärten.

Dalat erfreut sich großer Beliebtheit bei einheimischen Touristen, für die es ein Hauptziel für Flitterwochenn ist. Für Traveller ist das moderate Klima ideal, um sich Adrenalien geschwängerten Aktivitäten, wie Mountainbiken, Waldwanderungen, Kanufahren und Klettern zu widmen.

Wir erkunden am ersten Tag unserer Ankunft den Nightmarket und streifen durch das nächtliche Dalat.

Am nächsten Tag (30.1.17)  besuchen wir, nach einem kleinen Rundgang bei Tageslicht,  eine Kunstgalerie. Das besondere an hier ausgestellten Bildern ist, dass sie nicht gemalt, sondern gestickt wurden.

Gleich nebenan befindet sich der Bao Dais Sommerplast. Die verblichene Art-Déco-Villa war einer von drei Palästen, die Bao Dai (der letzte Herrscher der Nguyen-Dynastie) in Dalat unterhielt. Das Gebäude ist bemerkenswert, es müsste allerdings dringend restauriert werden.

Mit seinen königlichen und militärischen Siegeln und Flaggen ist das Büro Bao Dais noch immer beeindruckend.

20 Minuten mit dem Motorroller entfernt liegt die Truc Lam Zen Pagoda auf einem Hügel und mit herrlichem Garten. Hier kann man seine spirituelle Energie wieder aufladen. Sie ist ein aktives Kloster und die Anlage ist groß genug, um gelegentlichen Reisegruppen aus dem Weg zu gehen.

Ein kleiner Weg führt talabwärts zum Tuyen Lam Lake, wo wir mit dem Tretboot eine kleine Runde drehten.

Im Reiseführer stand etwas von einem Tribe-Village. Dieser Weg hat sich allerdings nicht gelohnt, denn dies kam eher einem kleinen Vergnügungspark gleich. Eintritt sollte man hier auch bezahlen. Doch Tho fand einen Weg, um das Gelände ohne Eintritt zu betreten 😉

Beim Crazy House, dem verrückten Haus von Hang Nha handelt es sich um  eine architektonische Reise durch den Surrealismus. Haus verweigert sich jeder Einordnung. Dieses fröhlich gestaltete, hanebüchen künstlerische Privathaus ist ein Denkmal für das kreative Potenzial von Beton. Die bizarr geformten Räume sind durch extrem schmale Brücken und ein Fülle kaskadenartiger Formen , die an Lava erinnern, miteinander verbunden.

 

Unser nächste Ziel hieß Nha Trang. Mit einem wesentlich bequemeren Minivan fuhren wir am 31.1.17 dorthin.

Nha Trang ist Vietnams Strandhauptstadt. Die stolze energiegeladene, in die Höhe schießende Resortstadt erfreut sich einer grandiosen Lage – umringt von Hügeln, mit einem weiten sichelförmigen Strand und einer türkisblauen, mit tropischen Inseln gespickten Bucht. Der 6 km lange Sandstrand ist der Trumpf der Stadt.
So sieht die Lage wahrscheinlich im Sommer aus. Im Winter hingegen ist das Meer aufgewühlt und grau und man muss schon einen schönen Tag abpassen, um hier baden zu können. Dafür lädt eine Promenade zu einem ausgedehnten Spaziergang ein.
Nha Trang ist aber nicht nur Strandhauptstadt, sondern im Grunde auch eine Partystadt, was sie laut und hektisch macht. 

Badespass in Nha Trang

Unsere kleine Neujahrsrundreise nähert sich dem Ende, und wir wählen die Bahn, um am 3.2.17 zurück nach Da Nang zu fahren. Der Bequemlichkeit wegen wählen wir ein Schlafwagenabteil. Nun, wer in Deutschland das Wort „Schlafwagenabteil“ hört verbindet dies mit einem gewissen Luxus. Gemachtes Bett, Sauberkeit, Waschgelegenheit. Die vietnamesische Variante unterscheidet sich deutlich von diesen Attributen. Ungemachtes Bett, zurückgelassener Abfall, klebriger Tisch. Na ja, dafür zahlt man in Vietnam allerdings auch einen deutlich geringeren Obulus. Man reist billig und bekommt billig!

Zurück in Da Nang bleibe ich noch ein paar Tage in der Stadt. Da Tho wieder seinem geregelten Leben/Alltag nachgehen muss, miete ich mich im „Hotel Nice Sea“ ein und sortiere die gemachten Fotos, bearbeite sie und schreibe die Basics dazu. Außerdem ist inzwischen mein Smartphone verreckt, so dass ein neu gekauftes neu eingerichtet werden muss. Wenn Tho Zeit hat, kommt er immer mal wieder vorbei und wir verbringen die Zeit gemeinsam.

So zum beispiel am 5.2.17 mit einem Strandspaziergang.

Oder wir gehen essen im ‚Banh Trang Tran‘.

Auf meinem reiseplan steht noch ein besuch im Mekongdelta südlich von Saigon. Also fliege ich erneut nach HCMC und bleibe dort für eine Woche (13. und 21.2.17)

Ich übernachte in einem ungewöhnlichen Hostel („Hong Kong Kaiteki“). Die Betten sind „Kapseln“. Ich hatte zuvor so etwas auf Bildern aus China gesehen. Und Kai Tak ist ein Stadtbezirk von Hong Kong. Der Name ist also quasi Programm. Mein Eindruck: fantastisch! Sehr bequeme Betten, man hat sein eigenes kleines Reich. Die Kapsel ist mit Mini-TV, Fan, Safe und Steckdose ausgestattet. WiFi ist natürlich auch vorhanden.

Am 17.2.17 starte ich zu meiner Mekong-Delta-Tour. Sie dauert drei Tage.

Der Reiseplan:
Tag 1 (17.2.): Saigon – Cai Be Floating Market – Vinh Long – Chau Doc (Übernachtung)
Tag2 (18.2.): Chau Doc – Floating Houses – Tra Su Cajuput Forest – Can Tho (Übernachtung
Tag 3 (19.2.): Can Tho – Cai Rang Floating market -Vinh Long – Saigon

Im bequemen Reisebus (The Sinh Tourist) geht es zunächst -wie gesagt- nach Cai Be, um den berühmten Floating Market zu besuchen.

Breit, schmal, tief, flach, braun, blau, bewaldet, begrast, versandet, schnell, langsam … der Mekong zeigt sich mit unterschiedlichen Gesichtern, auf seinem 4.500 Kilometer langen Weg von Tibet bis ins Südchinesische Meer. Egal in welchem der sechs Länder durch denen der gewaltige Fluss fließt, für jedes ist er die Lebensader des Landes und ein notwendiger Transportweg. Seine spektakulärste Erscheinung zeigt er im 39.000 km² großen Mekong Delta im Südwesten von Vietnam. Wie ein gigantisches Netz aus mehreren Flussarmen prägt er die hiesige Landschaft, bildet kleine Inseln und grüne Landschaften. In diesem Ausmaß einzigartig entstand anstelle einer Bucht durch abgetragene, neu verlagerte Stoffe (Sedimentation) dieser besondere Übergang ins Meer, der jährlich etwa um weiter 80 Meter anwächst. Der fruchtbare Schwemmlandboden erlaubt den Vietnamesen drei Mal jährlich Reis anzubauen. Kein Wunder das das Gebiet als „Reiskammer Südostasiens“ bezeichnet wird.

Die Fahrt nach Cai Be dauerte ca. 2,5h. Cai Be ist ein kleines Dorf, das für seine traditionellen Obst- und Gemüsegärten bekannt ist und einen beliebten Ausflugsort für Touristen darstellt. Mit einem kleinen Holzschiff ging die Fahrt auf dem Mekong weiter, und vor einem öffnete sich das normale Leben der Bevölkerung. Boote und Gondeln sind hier die alltäglichen Hauptverkehrsmittel und die Wasserwege ersetzen die Straßen. Die Häuser entlang des Flusses wirken durch das feuchtwarme Klima etwas heruntergekommen. Eine kleine französische Kathedrale sticht heraus und wirkt vor dem Wasser sehr erhaben. Ein Großteil der hiesigen Bevölkerung lebt auf den großen Booten, die täglich ihre Waren auf dem kleinen schwimmenden Markt in Cai Be anbieten. Dieser verkleinert sich leider jedes Jahr, da die großen Märkte, wie der bekannte Cai Rang Markt, mehr Handelsoptionen bieten.

Wie auf allen derartigen Fahrten werden Zwischenstopps eingelegt, um den Touristen Gelegenheit zum shoppen zu geben. So auch hier, in einem kleinen Village, wo in allerlei Werkstätten Handwerkliches hergestellt wird. Nebenbei konnte man aber noch manches schönes Bild machen.

Nach einem ausgiebigen Mittagessen brachte uns das Boot nach Vinh Long, dem Zentrum für tropische Früchte. Auch hier kann man einen kleinen schwimmenden Markt besichtigen.

Wieder im Bus fuhren wir nach Chau Doc, wo wir im 3 Sterne „Hotel Hung Cuong“ übernachteten. Zum Abendessen wurden wir in ein vietnamesisches Restaurant geführt, wo es leckere einheimische Kost zum probieren gab. das frühstück am nächsten tag wurde uns in der obersten Etage serviert, verbunden mit einem herrlichen Sonnenaufgang.

Erster Stop nach dem Check-Out war der Besuch des Dorfes Cham, einem alten muslemischen Ort. Interessant zu sehen war, wie ein ganzes Haus auf Rollen gestellt wurde, um es um einige Meter zu verschieben.

Weiter ging es Besuch des Chua-Xu-Lady-Temple in den Sam Bergen, nicht allzu weit entfernt von Chau Doc. Dieser Tempel ist für die Einheimischen sehr wichtig, ist er doch einer Göttin geweiht. Gut über 1 Million Pilger reisen jedes Jahr hierher. Er war rappelvoll zu unserer Besuchszeit. Ganze gebratene Schweine wurden hierher getragen und geopfert. Da dies natürlich mit einem erheblichen finanziellen Aufwand der Gläubigen verbunden ist, wird  nach dem opfern das Schwein auch wieder mitgenommen, um daheim verspeist zu werden. Das Fotografieren ist hier nicht unbedingt gern gesehen und erst recht nicht, wenn die Mönche oder gar Buddha-Statuen anvisiert werden.

Für unsere Weiterfahrt mussten wir etwas auf unseren Bus warten. Zeit genug, um ein paar Straßenbilder zu machen.

Ein absolutes Highlight war der besuch des Tra Su Forest. Dieses Schutzgebiet liegt etwa 20 km von Chau Doc entfernt und erstreckt sich über eine Fläche von etwa 850 Hektar. Hier ist eine große Vielfalt an bunten Vögeln und anderen Tieren zu finden: Störche, Fledermäuse, Schlangen, Schildkröten. Besonders interessant anzusehen sind Vögel, welche über Wasser laufen können: aufgrund ihres geringen Körpergewichts sinken sie durch die dicht gewachsenen schwimmenden Biotope nicht ein.

Die Einheimischen dieser Gegend haben ihre Häuser aus Bambusstangen gebaut und die Dächer an den Bäumen befestigt. Während des Vietnamkriegs war der Tra Su Cajuput Wald ein Stützpunkt von Revolutionären. Es ist heutzutage unvorstellbar, dass der Tra-Su-Wald während des Krieges von Bomben zerstört wurde.

Die Rundfahrt durch die schwimmenden Biotope geschah per Motorboot. Das Motorboot führt die Reisende in die Tiefe des Waldes durch wunderschöne Landschaften. Nach der Motorbootrundfahrt taucht man mit einem Ruderboot ins schönste und malerischste Gebiet des Tra-Su-Waldes ein. Die Langsamkeit gibt einem die Gelegenheit die Natur des riesigen Mangrovenwaldes in Ruhe zu genießen.

Zu Mittag aßen wir dann in einem netten Restaurant inmitten des Waldes.

Die zweite Nacht verbrachten wir im 4 Sterne „Hotel Fortuneland“ in Can Tho City.

Am letzten Tag der Rundreise wurde der schwimmende Markt in Cai Rang besucht. Dieser schwimmenden Markt ist zwar nicht der größte von allen, ist aber stärker kommerziell ausgerichtet. Der Tourist kann hier nicht einkaufen, weil die Händler hier als Großhändler agieren und ihre Waren ausschließlich an den Einzelhandel verkaufen. Um anzuzeigen, was der jeweilige Händler gerade anbietet, wird der entsprechende Gegenstand an einen Mast gebunden, so dass potentielle Käufer ihr Ziel leichter finden können.

Nach dem Besuch des Marktes wurden wir noch durch etliche kleine Kanäle gefahren, um schließlich eine kleine Fahrradtour durch den „Dschungel“ zu machen.

Danach hieß es dann Abschied nehmen und nach Saigon zurück zu kehren. Gegen 17h erreichten wir die Stadt wieder. Am 21.2.17 brachte mich dann der Bus von Saigon nach Phnom Penh in Kambodscha.


Hanoi 20.6. bis 23.6.18

Kaffeetrinken mit Minh

Stadtrundgang

Ho Chi Minh Mausoleum

Ein-Säulen-Pagode

Sapa 25.6. bis 28.6.18

allgemein

Trecking Sapa – Ta Van

Cat Ba 28.6. bis 1.7.18

Cat Ba Hotel

Cat Ba Bay

Cat Ba – Bootstrip 180629_30

 

Ninh Binh 1.7. bis 7.718

auf dem Weg zum Hoa Lu Tempel 180701

Hoa Lu – Klosterbereich

Hoa Lu- King Dinh Temple

abseits in den Reisfeldern

„Sacre Coer“

Trang An Boat 180702

Restaurant Que Vu

Mua Cave und Lying Dragon 180702

Tam Coc Bootstrip 180703

Tam Coc – Bich Dong Pagode 180703

Thung Nham – Bird Park 180703

Hue 7.7. bis 11.7.18

Imperial Citadell

nächtliche Promenade

Thuan An

Thanh Toan Bridge

Statue of Quang Trung

Pituresque Cemetry

Tu Duc Tomb

Viewpoint of Perfume River

Thien Mu Padoda

Hoian

Ha Giang Extreme Northern Motorbike Loop vom 3. bis 11.9.18

Flug von Kuala Lumpur nach Hanoi am 1.9.18

Hanoi

Motorbike-Roundtrip 5.9. bis 9.9.18

Ha Giang nach Yen Minh 5.9.18

Yen Minh nach Dong Van 6.9.18

 

Dong Van nach Meo Vac 7.9.18

Meo Vac nach Du Gia 8.9.18

Du Gia nach Ha Giang 9.9.18